Kehraus zum Saisonende

Die Spiele zum Saisonende haben oft eine eigene Dynamik. Die Ilmenauer Schachspieler konnten dem letzten Spiel gegen die abstiegsgefährdete Mannschaft von Turm Erfurt gelassen entgegensehen. So gab es auch Absagen, die während der Saison kaum zu akzeptieren wären. Ilmenau trat also mit drei Ersatzspielern an. Als Glücksgriff erwies sich der junge Heiner Schmidt am letzten Brett. Er verlor zwar in der Eröffnung einen Bauern, kämpfte aber unverdrossen weiter. Sein Gegner, Lars Schade gab ihm dann auch noch eine Chance, die er entschlossen nutzte. So stand es nach eineinhalb Stunden bereits 1 : 0 für Ilmenau. Das wird Heiner für seine weitere hoffnungsvolle Entwicklung sicher helfen und zeigt den Alten, dass es sich lohnt weiterzuspielen und die Landesklasse für die Jungen zu halten.

Auch an den anderen Brettern entwickelte sich das Spiel gut. Zunächst remisierte Klaus Leuner gegen den starken Nachwuchsspieler Kreismann. Das gelang leider Günter Dennler nicht. Er geriet im Mittelspiel in starken Druck und konnte diesem schließlich nicht standhalten. Das war nicht sein Tag! Eine souveräne Partie spielte erneut Uwe Mehlhorn (unser Bild) gegen Nico Grüner. Der hatte, einen Bauern eingestellt, machte sich aber ob der aktiven Stellung noch Hoffnungen. Sehenswert, wie diese von Mehlhorn zerstört wurden. Eine sehenswerte Kombination brachte das schnelle Ende. Auch Albrecht Töpfer erwies sich gegen Florian Göbel als der stärkere Spieler. Lange kämpfte Steffen Ortlepp gegen den Star der Erfurter Mannschaft, Pascal Page, auf Augenhöhe. Dann kam aber der Konter und Steffens Stellung brach zusammen. In den beiden übrigen Partien stand Ilmenau sehr gut und die Erfurter sahen ihren Abstieg greifbar vor Augen. Dann zeigte sich aber, was Kampfgeist auch im Schach vermag.


Nils-Edvin Enkelmann gestattet in überlegener Stellung Holger Schade, die initiative zu ergreifen. Das führte schließlich zu einem Turmverlust. Er spielte zwar noch lange weiter. Das war aber nur Trotz. Der Verlust war dann unvermeidlich. Jetzt hing alles an Peter Ortlepp, der eine überlegene Stellung aufgebaut hatte und nun alle Hoffnungen auf einen finalen Mattangriff setzte. Der klappte aber nicht und die Stellung neigte sich zum Remis. Detlef Heublein musste aber weiterspielen, da ein Remis den Erfurtern nichts nutzte. Peter stellte dann etwas unaufmerksam einen Bauern ein. So kippte die Partie völlig. In einem quälend langem Endspiel, das fast bis zum Ultimo führte, gewann der Erfurter unter dem Jubel seiner Mannschaftskameraden dann doch noch. Damit stand der etwas glückliche Erfurter 4,5 : 3,5 Sieg fest. Die Erfurter müssen aber trotzdem in die Relegation, da Gotha überraschen gewann. Leinefelde ist Absteiger, Ilmenau endete auf dem 5. Platz.

Die 2. Mannschaft gewann gegen die Zweite von Turm Erfurt und endete ebenfalls im Mittelfeld. Damit hat Ilmenau wieder die schwere Aufgabe in der nächsten Saison zwei zentral spielende Mannschaften zu besetzen. Die Spielerdecke wird allerdings dünner und die Jungen müssen ran!

Überzeugender Sieg

Wenn die Ilmenauer Schachspieler in Breitenworbis antreten müssen, haben sie bereits zwei Stunden anstrengender Autofahrt hinter sich. Dann noch auf Sieg zu spielen erfordert viel Kampfgeist. Den bewiesen die Ilmenauer in der vorletzten Runde der Landesklasse West, obwohl es um nicht mehr viel ging. Zunächst gab es aber zwei schnelle Remisen. Klaus Leuner spulte mit dem Gegner eine theoretische Remisvariante ab, gegen die er sich mit Schwarz schlecht wehren konnte. So traf das Ergebnis die Intensionen beider Spieler.

Auch Steffen Ortlepp, der durch das berufsbedingte Fehlen des Thüringenmeisters Uwe Mehlhorn am ersten Brett antreten musste, ermunterte seinen Gegner nicht auf Gewinn zu spielen. Ein weiteres gutes Ergebnis für ihn. Thomas Münch opferte eine Qualität, obwohl das objektiv wohl nicht ganz berechtigt war. Die praktischen Chancen waren aber sehr gut. Der Gegner fand keine planvolle Fortsetzung und wurde so schön überspielt. Thomas konnte unter zahlreichen Gewinnvarianten auswählen. Eine davon nutzte er schließlich.

Einen leichten Rückschlag gab es dann, als Prof. Dennler seine positionell besser stehende Stellung an der falschen Stelle öffnete und die Figuren seines Gegners einströmen ließ. Nach zunächst ideenreicher Gegenwehr war dann nichts mehr zu machen. Dann aber schlug das Ilmenauer “Unterhaus“ erbarmungslos zu. Steffen Schenk war in ein Springerendspiel geraten, das zunächst nach remis aussah. Er spielte aber stärker als der Gegner und wickelte überzeugend zum Gewinn ab. Auch Nils-Edvin Enkelmann hatte in einer komplizierten Stellung weiter gerechnet als sein Gegner und gewann eine Figur. Das reichte zum Sieg.

Auch der Gegner von Martin Vielitz wusste mit seiner an sich verteidigungsfähigen Stellung wenig anzufangen. Einige planlose Züge und ein Nichterkennen der Gefahren ließen die Stellung zusammenbrechen. Sehenswert, wie das Martin ausnutzte. – siehe Diagramm und Partie-. Nicht immer hat er solche Stellungen in der Vergangenheit konzentriert zum Sieg geführt. Das nagt natürlich am Selbstbewusstsein. Diesmal ließ er dem Gegner aber keine Chance.

Etwas kurios verlief die Partie von Albrecht Töpfer. Mutig hatte er eine Figur genommen, mit der Aussicht, sich auf eine schwierige Verteidigung einstellen zu müssen. Das gelang zunächst gut. Er transformierte den Figurenvorteil zunächst in eine Mehrqualität mit Bauern. Das hätte auch reichen müssen. Einen Trick hatte der Gegner aber noch und der griff. Er gewann die Qualität zurück und es entstand ein theoretisch remises Turmendspiel, allerdings mit praktischen Chancen. Die gab es dann völlig unerwartet, als der Gegner einen Turm einstellte.

Damit stand der unerwartet hohe 6 : 2 Sieg der Ilmenauer fest, an dem beide Mannschaften mitarbeiteten. An den letzten vier Brettern vier Punkte. Das zeigt die gute Ilmenauer Basis. Vor dem letzten Spiel gegen Turm Erfurt steht Ilmenau nun auf dem 4. Platz. Da auch die zweite Mannschaft 4,5 : 1,5 gewann ist die Ilmenauer Schachwelt voll in Ordnung.

Bötticher,A. - Vielitz,M.

16...d3! 17.Lxd3 Lxf3 18.gxf3 Dc2 oder Lg3 sind etwas besser, die Figur ist aber futsch, der Rest ist Technik! 18...Se5 19.De2 Dxd3 20.Dxd3 Sxd3 21.Sc3 Se5 22.Kg2 Tfd8 23.Tfd1 Sg6 24.Lg3 Sh5 25.Se4 Sxg3 26.fxg3 f5 27.Sd2 Lf6 28.Tab1 Se5 29.e4 Sd3 30.Sc4 fxe4 31.fxe4 Se5 32.Se3 Txd1 33.Txd1 c4 34.bxc4 Sxc4 35.Sd5 Kf7 36.Tb1 Sd6 37.Kf3 Tc2 38.Td1 Sc4 39.Sb4 Se5+ 40.Ke3 Txh2 41.Td5 Tg2 42.Kf4 Tf2+ 43.Ke3 Tf3+
0–1

Heiner Schmidt erfolgreichster Ilmenauer bei der Landesmeisterschaft

Vom 27.-30. März fanden in diesem Jahr die Thüringer Einzelmeisterschaften der Kinder und Jugendlichen in Dittrichshütte statt. Vom Ilmenauer Schachverein hatten sich dafür Lucie Müller (U10), Julian Müller (U12), Dominik Lichtenheldt (U10), Aleksey Sukaylo (U14) und Heiner Schmidt (U14) qualifiziert. Während vier der Ilmenauer Spieler bereits mit Erfahrungen aus den letzten Jahren aufwarten konnten, war die Teilnahme an einer solchen Meisterschaft für Dominik Neuland. Nichtsdestotrotz konnte er sich im Verlauf der ersten vier von sieben zu spielenden Runden mit zwei errungenen Siegen im Mittelfeld behaupten. Leider reichte es in den verbleibenden drei Spielen nur noch zu einem halben Punkt, wodurch er ins hintere Tabellendrittel abrutschte.

Julian hatte sich viel vorgenommen, gehörte er doch mit seiner im Vergleich zum letzten Jahr deutlich verbesserten Wertungszahl zum erweiterten Favoritenkreis. In den Duellen mit den direkten Konkurrenten um die Spitzenplätze zeigte er jedoch Konzentrationsschwächen und musste mehrere vermeidbare Niederlagen hinnehmen. Letzten Endes erreichte er 50 Prozent der zu erzielenden Punkte und damit einen Platz im Mittelfeld.

Nach wenig Spielpraxis in dieser Saison ging Lucie mit ein wenig gemischten Gefühlen in dieses Turnier. Leider verlor sie auch gleich die erste Partie. Danach lief es aber besser. Insbesondere in den Partien gegen die favorisierten Gegnerinnen konnte sie mit ansprechenden Leistungen aufwarten, wenngleich zählbare Erfolge meist noch ausblieben. Mit 3,5 Punkten zum Turnierabschluss bewies Lucie jedoch großen Kampfgeist und konnte mit einem Platz im oberen Mittelfeld ihre ansteigende Form untermauern.

Aleksey wollte an seine guten Leistungen aus den letzten beiden Jahren anknüpfen und wieder ein Wörtchen mitreden bei der Vergabe der Spitzenplätze. In diesem Wettkampf agierte er jedoch über weite Strecken zu friedfertig und scheute in den entscheidenden Situationen das notwendige Risiko. So wurden Siegchancen in mehreren Partien leichtfertig vergeben. Obendrein kamen Niederlagen gegen Spitzenspieler hinzu. Mit einem Ergebnis von nur drei Punkten aus sieben Partien war er dann auch nicht so recht zufrieden.

Für die positivste Überraschung aus Ilmenauer Sicht sorgte an diesem Wochenende Heiner Schmidt, der auf der Setzliste nur im Mittelfeld zu finden war. Mit großem Kampfgeist bot er den Spielern aus den großen Thüringer Vereinen Paroli und verlor im gesamten Turnierverlauf nur zwei Partien. Durch eine Reihe schön heraus gespielter Siege konnte er mit 4,5 Punkten am Ende aufgrund der besseren Feinwertung einen hervorragenden 3. Platz erkämpfen.

Im Großen und Ganzen waren die Ilmenauer Betreuer mit den Leistungen ihrer Schützlinge zufrieden. Erwähnenswert sind weiterhin die hervorragenden Spielbedingungen vor Ort in Dittrichshütte, die diese Meisterschaft mal wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis machten.

Bericht Tasi 2008

Am 23. und 24. Februar fand das diesjährige TASI-Turnier der Thüringer Schachjugend in Ilmenau statt. Angereist waren 52 junge Nachwuchstalente aus ganz Thüringen, um sich noch einen Startplatz bei den Thüringer Jugendeinzelmeisterschaften zu sichern.

Gespielt wurde in den Altersklassen U10 bis U14. Das teilnehmerstärkste Feld stellten die Altersklassen U10 und U12. In der U10w wurde im Doppel-Rundensystem gespielt. Bei der geringen Spielerzahl konnte man die Runden relativ zügig hintereinander spielen, sodass die Siegerehrung noch am Samstag stattfand. Alle anderen spielten volle zwei Tage. Die U10m ermittelte ihre Plätze über 7 Runden. In den Altersklassen U12 und U14 spielten Mädchen und Jungen je ein gemeinsames Turnier. Nach 5 Runden standen auch hier die Sieger fest. Insgesamt haben sich damit 14 Spieler für die ThEM qualifiziert. Es wurde in allen Altersklassen unermüdlich und fair gekämpft. Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen konnten die Pausen zwischen den Runden gut zur Erholung und zum Zeitvertreib im Freien genutzt werden.

Ein Dank gilt den Spielern, Betreuern und Eltern, dem Team des Schülerfreizeitzentrums Ilmenau sowie allen Helfern vor und während des Turniers für das gute Gelingen.

Stefan Schenk, Turnierleiter

Ergebnisse TASI 23.-24.2.2008

U10m

RangTeilnehmerTWZVerein/OrtSRVPunkteBuchhSoBerg
1.Nicolai, Tim877SV Empor Erfurt5206,029,023,50
2.Hochfeld, Hans-Helmut893SC Turm Erfurt5115,530,522,00
3.Rinck, Michael793SV Empor Erfurt5115,527,520,50
4.Schmidt, Daniel756SG Blau-WeißStadtilm4124,522,512,75
5.Schramm, Moritz733SG Blau-WeißStadtilm4034,031,514,50
6.Römer, Christoph883SK Königskinder Jena4034,030,014,00
7.Schott, Arthur TSV Zeulenroda4034,026,513,50
8.Jabs, Johannes TSG Apolda4034,025,510,50
9.Finkelmeyer, Nelson745SV Breitenworbis3133,527,512,25
10.Knoll, Florian797ESV Gera3133,526,511,25
11.Großann, Dominik956SC Altenburg3133,520,58,25
12.Notni, Lennart819SK Königskinder Jena3043,023,06,00
13.Weidhaas, Elias ESV Gera3043,022,05,50
14.Groß Danny SV Breitenworbis3043,019,54,00
15.Müller, Lucie696Ilmenauer SV2052,021,52,00
16.Koenitz, Benno SG Barchfeld/Breitungen2052,020,52,00
17.Pfeffer, Toni731Ilmenauer SV2052,018,52,00

U10w

RangTeilnehmerTWZVerein/OrtSRVPunkteSoBergSiege
1.Grunst, Lisa TSV Plaue3304,59,503
2.Hartung, Laura SV Breitenworbis3214,08,503
3.Kunz, Emilia Ilmenauer SV2223,07,002
4.Monninger, Antonia SV Empor Erfurt0150,51,500

U12m

RangTeilnehmerTWZVerein/OrtSRVPunkteBuchhSoBerg
1.Wedekind, Philipp1113SG Blau-WeißStadtilm5005,016,516,50
2.Lichtenheldt, Dominik1041Ilmenauer SV4014,015,010,00
2.Senf, Paul981ESV Gera4014,015,010,00
4.Adler, Konrad1169SG Blau-WeißStadtilm3023,017,58,50
5.Stöber, Alexander894SK 1921 Dingelstädt3023,013,55,50
6.Scheuch, Benjamin1008SV Empor Erfurt3023,011,54,50
7.Webel, Jannik924ESV Lok Meiningen2122,511,53,25
7.Stock, Maximilian798TSG Apolda2122,511,53,25
9.Weger, Richard903ESV Lok Meiningen2122,511,04,75
10.Danneleit, Tobias903SV Breitenworbis2122,510,52,75
11.Michels, Kim SV Medizin Erfurt2032,014,55,00
12.Bode, Jonas881SV Breitenworbis2032,010,01,50
13.Thurmann, Martin1010Ilmenauer SV1131,510,52,25
14.Scheitz, Sebastian1075USV Erfurt1041,012,52,50
15.Skarupke, Christian818ESV LOK Meiningen1041,011,00,50
16.Weber, Philipp846TSG Apolda0140,59,50,75

U12w

RangTeilnehmerTWZVerein/OrtSRVPunkteBuchhSoBerg
1.Kremser, Luise879Meuselwitzer SV2122,515,05,75
2.Schott, Elisabeth TSV Zeulenroda2122,58,53,75

U14m

RangTeilnehmerTWZVerein/OrtSRVPunkteBuchhSoBerg
1.Hocke, Sebastian1071Esv Lok Meiningen4104,512,511,25
2.Jahnke, Eric1101SC Altenburg4014,013,010,00
3.Müller, Julian1193Ilmenauer SV3023,014,57,00
4.Prütting, Lucas1090TSV Zeulenroda2122,516,57,25
5.Pufe, Sebastian979TSV Zeulenroda2122,511,55,25
6.Saft, Jakob1032SG Blau-WeißStadtilm2122,510,02,75
7.Splisteser, Maximilian839Meuselwitzer SV2032,016,05,00
8.Lange, Philipp788Meuselwitzer SV2032,010,52,00
9.Fahrig, Robert877SK Dingelstädt 19212032,010,51,50

U14w

RangTeilnehmerTWZVerein/OrtSRVPunkteBuchhSoBerg
1.Stoll, Samantha945SG Blau-WeißStadtilm3023,017,09,50
2.Römer, Franziska931SK Königskinder Jena3023,011,55,00
3.Lal, Melanie972SV Empor Erfurt2122,511,04,75
4.Dietrich, Mareike841Lok Erfurt1131,59,51,25

TSG Ruhla - Ilmenauer Schachverein 5:3

Die Personalnot hatte die Ilmenauer Schachspieler voll im Griff. In der 1. Mannschaft fehlten wegen Krankheit und Auslandsstudium gleich drei Stammspieler (2.,4. und 5. Brett). Da die 2. Mannschaft ihr entscheidendes Spiel gegen den Abstieg hatte, konnte wenig nachrücken. So fuhren denn nur sieben Spieler gen Ruhla. Das zweite Brett wurde frei gelassen.

Nach kurzer Zeit einigte sich Klaus Leuner mit Schliepat auf ein Remis. Die letzten beiden Partien hatte Schliepat gewonnen. Mit Schwarz und nach den Aufregungen im Vorfeld ein achtbares Ergebnis. Auch Steffen Ortlepp, obwohl mit mehr Siegeswillen angetreten, musste bald seine Bemühungen aufgeben. Remis. Dann aber begann ein erbittertes Ringen. Zunächst glaubten sich die Ruhlaer durch die beiden Remis im Vorteil, führte man doch mit 2 : 1. Dann aber schien sich die Waage auf die Seite der Ilmenauer zu neigen. Nils-Edvin Enkelmann spielte eine sehr schöne Partie mit konsequentem Abschluss. Der Gegner spielte eine passive Variante in der Eröffnung und war noch sorglos, als bereits die Geier über seiner Stellung kreisten.

Erstaunlich, wie schnell die Agonie kam. (siehe unsere Partie) Lange wehrte sich Pit Döring, der erneut in der 1. Mannschaft eingesetzt wurde. Er wird immer stärker. Sein Gegner hatte bereits Anzeichen von Resignation gezeigt, könnte dann aber doch mit einem riskanten Opfer den Durchbruch erzielen. Noch etwas mehr Routine und Pit wird aus der 1. Mannschaft nicht mehr wegzudenken sein.

Große Hoffnungen konnten sich die Ilmenauer an den Brettern von Martin Vielitz und Stefan Schenk machen. Martin stand zwar etwas verdächtig, hatte aber vom Gegner eine Figur geschenkt bekommen. Geben ist seliger denn Nehmen, dachte er und schenkte eine Dame zurück. Dabei hätte er in diesem Falle gute Verwendung für die Dame gehabt. Ohne Dame war alles nicht und der Punkt verloren. Auch Stefan zog sich aus einer aktiven Stellung zurück ohne einen Torschuss zu versuchen. Das machte dann der Gegner mit Erfolg. Ein Bauerndurchbruch im Zentrum brachte die Entscheidung gegen Ilmenau.

Damit war der Kampf verloren! Uwe Mehlhorn hatte gegen Hübschmann zwei Bauern erobert, der Gewinnweg war aber sehr schwierig. So wurde über fünf Stunden verbissen gekämpft. Schließlich schaffte es Uwe doch, nachdem der Gegner seinen Verlust durch einen falschen Plan beschleunigte. Es war hier schon viel Ermüdung im Spiel.

Die 3 : 5 Niederlage bringt die Ilmenauer langsam in Schwierigkeiten. Die 2. Mannschaft gewann allerdings das Abstiegsduell und ist jetzt unabsteigbar. Da kann die 1. Mannschaft endlich wieder auf einen größeren Pool an Ergänzungsspielern zurückgreifen.


Enkelmann - Voß

17.Lxh6! Sh5 natürlich nicht gh6:, wegen 18. Dg3+ mit matt 18.De2 Sg3 19.Sxg3 Dxh6 20.Sf5 De6 21.Dg4 g6 der letzte Fehler, jetzt bricht die Stellung total zusammen! 22.Sh6+ Kg7 23.Txf7+!! Die Dame geht verloren. Gegen Läufer und Turm hat Weiß bei Bauernmehrheit leichtes Spiel. Schwarz gab deshalb auf.1–0

Offene Thüringer Schnellschacheinzelmeisterschaft 2008

Ausschreibung

1.

AUSRICHTER:

Ilmenauer Schachverein e. V.
Dr. Klaus-Peter Zocher, Hüttenholzstr. 19, D-98693 Ilmenau
(03677) 69 2459 (d) , (03677) 88 2961 (p)
zo@tu-ilmenau.de

2.

TERMIN:

Sonnabend, den 28.06.2008 und Sonntag, den 29.06.2008

3.

ORT:

Ratssaal der Stadt Ilmenau, Rathaus, Am Markt 7

4.

MODUS:

Das Turnier ist offen für alle Mitglieder des ThSB und DSB, ausländische Schachfreunde sowie alle intereßierten nichtaktiven Schachspieler. Es gelten die FIDE-Regeln für Schnellschach (Activ-Chess), 30 Minuten je Spieler. Das Turnier wird entsprechend der Teilnehmerstärke in 7- 9 Runden Schweizer System ausgetragen.

5.

ZEITPLAN:

Anreise: 28.06.08, bis 09.15 Uhr (Späteste Anmeldemöglichkeit!)
Eröffnung: 29.06.08, 10.00 Uhr
Siegerehrung: 29.06.08 gegen 14.30 Uhr

6.

ANMELDUNG:

bis 13.06.2008 schriftlich an den Ausrichter. Eine Anmeldung ist nur gültig mit gleichzeitiger Überweisung des Startgeldes auf das Konto 1124 000 247 bei der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau, BLZ 840 510 10.

7.

STARTGELD:

7,50 € für Mitglieder des ThSB und 10,- € für alle anderen bei Anmeldung bis zum 13.06.2008, ansonsten 10,- € bzw. 15,- €

8.

QUALIFIKATION:

Der für den ThSB spielberechtigte, bestplatzierte Spieler ist Thüringer Landesmeister im Schnellschach und zur Teilnahme an der DSB-Schnellschachmeisterschaft berechtigt. Der bestplatzierte Teilnehmer des Ilmkreises ist Schnellschach-Kreismeister.

9.

VERSORGUNG:

Imbiß/Getränke im Spiellokal, Mittagessen im Ratskeller

10.

QUARTIER:

Ilmenau-Information, Lindenstraß 12, Tel. (03677) 20 2358

11.

PREISE:

Vorgesehen sind Preisgelder (1. Platz 30%, 2. Platz 25% und 3. Platz 20% der Startgeldeinnahme) und Sonderpreise für den:
  • Sieger des Turniers
  • Bestplatzierter Teilnehmer DWZ<2000
  • Bestplatzierter Jugendlicher
  • Bestplatzierter Senior (ab 66 Jahre)
  • Bestplatzierter Student
  • Bestplatzierte Teilnehmerin
Um den talentierten Nachwuchs zur Teilnahme am Turnier zu interessieren werden die Bestplatzierten (w+m) in den AK < 18, < 16 und < 14 Jahre ebenfalls mit Urkunde/Erinnerungsgeschenk ausgezeichnet.
(Bei Mehrfachplatzierung eines Teilnehmers werden die erkämpften Sonderpreise auch an diesen vergeben; in der Wertung der Bestplatzierten in den AK < 18, 16, 14 erfolgt nur eine Preisvergabe)

Ilmenauer Schachverein - SV WBS Eisenach 2,5 : 5,5

Als die Ilmenauer Schachspieler endlich am Brett saßen, hatten sie die größten Aufregungen bereits hinter sich. Zunächst musste kurzfristig ein neues Spiellokal gefunden werden. Mit dem Vereinsraum in der Manebacher Sporthalle war ein mehr als gleichwertiger Ersatz gefunden. Herzlichen Dank an die Manebacher! Dann wurde die ohnehin schmale Spielerdecke noch durch den unfallsbedingten Ausfall von Thomas Münch (gute Besserung!) weiter geschwächt. Neben Thomas Heerd und Nils Enkelmann fehlten damit drei Stammspieler. Das konnte nicht kompensiert werden, und so stand es gleich 1 : 0 für die Eisenacher.

Steffen Ortlepp erreichte am zweiten Brett ein schnelles Remis, was als Erfolg zu werten war. Ebenso konnte Pit Döring bei seinem zweiten Einsatz schnell remisieren. Das ist für das Ilmenauer Nachwuchstalent ein gutes Ergebnis und sollte Mut für seine weitere Entwicklung geben. Dann wurde an allen Brettern hart gekämpft. Zuerst musste der arg gestresste Mannschaftsleiter Klaus Leuner seine Siegesbemühungen aufgeben und in das Remis einwilligen.

Dann kam es aber ganz dick! Prof. Günter Dennler spielte sehr aktiv. Zu aktiv für die Stellung und geriet dann in eine hoffnungslose Position. Schade, denn er wohnt jetzt auswärts und musste einige Unannehmlichkeiten auf sich nehmen. Danke für den Einsatz! Auch Martin Vielitz verlor nach einer zunächst hartnäckigen Verteidigung. Als er endlich den Ausgleich geschafft hatte, stellte er eine Figur ein. Auch Pavlo Krasovs´ky, der kurzfristig aktiviert wurde kam schlecht aus der Eröffnung, konnte aber ein Remis erreichen. Damit war aber bereits die Ilmenauer Niederlage besiegelt.

Nur Uwe Mehlhorn saß noch lange am Brett. Die Partie war geprägt von beiderseitiger guter theoretischer Vorbereitung. Uwe spielte eine Variante, die er im Fernschach bereits erprobt hatte. Sehenswert, wie er die positionell angelegte Stellung ständig verstärkte. Der Gegner überstand allerdings die Zeitkontrolle und verteidigte sich geschickt. Die Kiebitze waren allerdings der Meinung, dass Uwe sehr gute Gewinnchancen hatte. Nach über fünf Stunden ließ dann wohl auch etwas die Kraft nach und das Turmendspiel wurde remis. Schade, das war über weite Strecken sehr stark gespielt. Damit stand die 2,5 : 5,5 Niederlage fest.

Mit 5 : 5 Punkten steht Ilmenau nun im Mittelfeld der Tabelle und muss sich weiter strecken. Leider nutzte die zweite Mannschaft ihre den Einsatz der potentiellen Ersatzspieler für die erste Mannschaft nicht voll und musste sich mit einem 3 : 3 begnügen. Damit muss sie weiterhin gestärkt werden.


Minor - Mehlhorn

16.Le3 Sf5 17.Lf2 Ke6 18.0–0–0 Kxf7 19.Se4 Lh6 20.g3 Thg8 21.Td5 Ke6 Man beachte den Wanderweg des Königs. 22.Thd1 Taf8 23.c3 Tg6 24.Kb1 b6 25.Sg1 Kd7 26.Sf3 Kc7 27.T5d3 Lg7 28.Tg1 Lh8 29.Te1 h6 30.Sed2 h4 Das war die Grundidee. Schwarz hat bereits Ausgleich erzielt. 31.gxh4 Sg7 32.Lg3 Sh5 33.Sd4 Sxd4 34.cxd4 Die weiße Bauernstruktur ist zerstört. 34...Kd7 35.Tde3 Tf7 36.d5 Tg4 37.Te6 Sf6 38.Se4 Sxd5 39.Txh6 Lg7 40.Sg5 Lxh6 41.Sxf7 Lxf4 42.Te4 e5 Jetzt hat bereits Schwarz Vorteil mit den verbundenen Zentrumsbauern. 43.Ta4 a5 44.Sg5 Se3 oder Ke7 mit der Königswanderung nach f5 scheinen stärker zu sein. 44...Sf6 45.Kc2 d5 46.Sh3 Se4 47.Lxf4 exf4 48.Sg5 Tg2+ 49.Kc1 Txh2 50.Td4 Kc6 [50...Sc5 51.Txd5+ Kc6 52.Td4 Txh4 war vielleicht etwas genauer] 51.Sxe4 dxe4 52.Txe4 Txh4 53.Te6+ Kc5 54.Tf6 b5 55.Tf5+ Kd4 56.Txb5 f3 57.Kd2 Th2+ 58.Ke1 a4 59.Tb8 Te2+ 60.Kf1 Ke3 61.Tb7 Tc2 62.Te7+ Kd2 63.Tf7 Txb2 64.Txf3 Kc2 65.Tf8 Txa2 a3 oder Kb1 sind vorzuziehen. 66.Ke2 Kc1+ 67.Kd3 Jetzt ist der Vorteil weg. 67...Th2 68.Kc3 Th3+ 69.Kb4 a3 70.Tf1+ Weiß hat das Remis kurz vor dem Zeitfinale geschafft. ½–½

Ilmenau II - Med. Erfurt IV 5:1

Nachdem Ilmenau II die ersten drei Punktspiele der Saison verloren hatte und damit auf dem letzten Tabellenplatz stand, musste heute endlich ein Sieg her. Um uns zu unterstützen, verzichtete die 1. Mannschaft darauf, die bei ihr fehlenden Spieler durch Spieler der 2. Mannschaft zu ersetzen. Zusätzlich mit zwei starken Ersatzspielern versehen, konnten wir optimistisch in diesen Mannschaftskampf gehen.

Recht schnell einigten sich am 6. Brett Jörg Peukert und sein Gegner auf Remis. Mein Gegner hatte keinen guten Tag erwischt, nach 10 Zügen verlor er die erste Figur, nach 24 Zügen wäre eine zweite fällig gewesen, er zog es aber vor, sich Matt setzen zu lassen.

In diesem Stil ging es weiter. Es gewannen nach zum Teil recht interessanten Partien Torsten Michael und Jürgen Strauß. Die Partie von Stefan Schenk bot gutes Kino für die zu diesem Zeitpunkt schon recht zahlreichen Kiebitze, siehe den Schlussteil der Partie am Ende dieses Artikels. Am längsten spielte Albrecht Töpfer am 1. Brett. Er hatte frühzeitig einen Bauern gewonnen, diesen allerdings später wieder eingestellt. Im sich ergebenden Damenendspiel hatte er die leicht bessere Stellung, konnte aber am Schluss dem ewigen Schach nicht mehr entkommen. So ergab sich der auch in dieser Höhe verdiente erste Sieg für uns in dieser Saison.

Ralf Poschmann

stellung11Schenk - Willert

24.Se4! h5 Die schwarze Dame hat kein Feld, weil Dxg7# droht
25.Dxh5+ Dh6 26.Sxf7+ Der Computer hätte hier sogar Dxf7 gespielt
26...Txf7 27.Dxf7 Tc1 Schwarz droht Matt
28.Df3 Df4 Schwarz erneuert seine Mattdrohung, wird aber selbst Matt gesetzt
29.Dh5+ Sh6 30.De8+ Kh7 31.Sf6#
stellung2Alle Schach bietenden Figuren sind angegriffen, aber Matt durch Doppelschach.
Eine feine Leistung von Stefan Schenk.