Aktueller Stand Vereinsblitz 2009/2010 nach 7 Runden

Name / Runde1234567gesamt
Ortlepp, Steffen5 77971045
Schenk, Stefan779 86744
Friedrich, Gerd   101010838
Sukaylo, Aleksey 810645437
Töpfer, Albrecht810 8  935
Michael, Torsten39555 633
Strauß, Andre10    9 19
Mehlhorn, Uwe9  9   18
Münch, Thomas  646  16
Ziegler, Klaus    78 15
Brandt, Wolfgang2 4  4515
Tietze, Daniel6 8    14
Wartig, Wolfgang46     10

TSG Apolda - Ilmenauer SV 6,5:1,5

Eine schwere Auswärtsaufgabe erwartete die Ilmenauer Schachspieler in Apolda. Die Apoldaer, eigentlich sehr stark besetzt, waren selbst an den Rand des Abstiegsstrudels in der Thüringenliga geraten. Sie traten nun in stärkster Besetzung auf. Auch Ilmenau konnte die Stammaufstellung aufbieten. Entsprechend erbittert wurde gekämpft. Nach überstandener Eröffnung stand es überall ausgeglichen.

Dann zeigten sich aber bei den Ilmenauern erhebliche Schwächen. Zuerst überzog Albrecht Töpfer seine Stellung mit einem Bauernopfer und wurde ausgekontert. Auch Thomas Münch warf die Partie durch einen Fehlzug weg. Damit stand es nach drein Stunden 2 : 0 für Apolda.

Einen Lichtblick gab es dann in der Partie von Klaus Leuner gegen Ralf Neubauer. Sie folgten zunächst einer Partie von Kramnik gegen Anand. Dann wich Neubauer fehlerhaft ab. Leuner brachte sein Läuferpaar wirkungsvoll in Stellung und konnte die Stellung öffnen. Die komplizierten taktischen Verwicklungen kosteten viel Zeit, zu viel für Neubauer. Nach Figurenopfer geriet er schließlich in eine aussichtlose Stellung (siehe unsere Partie). Damit war es aber aus mit der Ilmenauer Herrlichkeit. Uwe Mehlhorn musste einen Bauern geben. Die sich dann ergebende Aktivität war aber ein Strohfeuer, was Jens Goemann wirkungsvoll nachwies.

Prof. Dennler, der Senior der Ilmenauer musste dann auch der langen Spielzeit Tribut zollen. Sehr abwechslungsreich war die Partie von Thomas Heerd gegen Harald Maiwald, die nach vielen Verwicklungen schließlich Remis endete. So hätte es auch bei Steffen Ortlepp gegen Roberto Romeiß kommen sollen. Ortlepp wurstelte sich gut aus einer komplizierten Stellung heraus. Im entstandenen Turmendspiel setzte zunächst Romeiß nicht gut fort, konnte aber nach einem Fehler von Ortlepp die Partie noch gewinnen.

Damit stand das deprimierende 6,5 : 1,5 für Apolda fest. Wehmut machte sich bei den Ilmenauern breit im Gedenken an die schönen Zeiten in der Landesklasse als man meist gewann. Auch die Berichterstattung machte da mehr Spaß. Ilmenau steht jetzt auf dem vorletzten Platz und hat mehr theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.

Klaus Leuner

Leuner3 Leuner - Neubauer

19.Lxf7! Tgf8 20.Lxe6?! Nicht ganz korrekt. Lh5 oder gar Th7 waren stärker. Schwarz war aber schon angeschlagen und findet nicht die beste Fortsetzung. 20...Kxe6 21.Dg6+ Sf6 Der entscheidende Fehler! Nach 21. Kd7 wird es schwer für Weiß. 22.Lxf6 Th7 gewann schneller! 22...Txf6 23.De4+ Kf7 [23...Kd7 24.Th7+ Kc8 25.De8+ Dd8 26.Dxd8+ Kxd8 27.Txb7 ist ebenfalls chancenlos] 24.Th7+ Kg8 25.Txb7 Th6 26.Df5 Dd8 [26...Lf8 27.Dxg5+ Kh8 28.De5+ Kg8 29.Kd1 gewinnt!] 27.Df7+ aufgegeben

Aktueller Stand Vereinsblitz 2009/2010 nach 6 Runden

Name / Runde123456gesamt
Schenk, Stefan779 8637
Ortlepp, Steffen5 779735
Sukaylo, Aleksey 81064533
Friedrich, Gerd   10101030
Michael, Torsten39555 27
Töpfer, Albrecht810 8  26
Strauß, Andre10    919
Mehlhorn, Uwe9  9  18
Münch, Thomas  646 16
Ziegler, Klaus    7815
Tietze, Daniel6 8   14
Wartig, Wolfgang46    10
Brandt, Wolfgang2 4  410

Aktueller Stand Jugendblitz 2009/2010 nach 6 Runden

Name / Runde123456gesamt
Sukaylo, Aleksey91099,581055,5
Döring, Pit108109,510754,5
Döring, Tim87785944
Müller, Julian296 7630
Thurmann, Martin665 3828
Schmidt, Heiner7 8 6 21
Jahn, Markus54 74 20
Lorenz, Erik    9 9
Lichtenheldt, Dominik35    8
Müller, Lucie    257
Mitschunas, Johannes4     4

Ilmenauer SV - SV Ammern 3,5 : 4,5

Ein wichtiges Spiel gegen den Abstieg hatten die Ilmenauer Schachspieler gegen den Vorletzten der Thüringenliga, SV Ammern zu bestreiten. Leider fehlte das 1. Brett, Thomas Heerd wegen einer Prüfung am nächsten Tag. Das fand nicht bei allen Mannschaftsmitgliedern volles Verständnis. Trotzdem war alles offen. Es begann auch für die Ilmenauer sehr gut. Thomas Münch wehrte das Königsgambit sehr gut ab und behielt den Bauern. Der Gegner glaubte, den Bauern wieder gewinnen zu können und leitete zielgerichtet eine Verlustkombination ein, die mit einer Minusfigur endete. Mit dem Kurzsieg führte Ilmenau 1 : 0.

Hoch interessant verlief auch die Partie von Uwe Mehlhorn gegen den Senior aus Ammern, Kampfhenkel(73), der lange keine Partie mehr verloren hatte. Kampfhenkel (nomen est omen!) opferte in schwieriger Stellung eine Figur. Das Opfer erwies sich als fast korrekt. Mehlhorn opferte zurück und erreichte eine druckvolle Stellung. Die baute er systematisch aus, unterließ schnelle Gewinnversuche und brachte den Gegner in Zugzwang. Nichts ging mehr, 2 : 0 für Ilmenau.

Kurze Zeit später musste aber Klaus Ziegler aufgeben. Der spielte durch den Spielerausfall in der 6. Runde das fünfte Mal mit schwarz. Nach mangelhafter Eröffnungsbehandlung verlor er einen Bauern ohne Kompensation. Seine Angriffsversuche wurde abgewehrt und die Stellung hoffnungslos. Dann konnte aber Klaus Leuner eine überlegen geführte Partie mit wuchtigen Schlägen zum Sieg führen (siehe unsere Partie).

Damit war es aber vorbei mit der Ilmenauer Herrlichkeit. Albrecht Töpfer kam gegen Christoph Kurze gut aus der Eröffnung und stand etwas besser. Dann zeigte sich aber die größere Spielstärke von Kurze, der in die gegnerische Stellung eindringen konnte. Töpfer verlor nach ungeeigneter Gegenwehr. Dann begann ein zähes Ringen, das fast bis zur finalen Zeitkontrolle nach 6 Stunden führte. Stefan Schenk stand zunächst sehr gut, fand aber nicht den richtigen Plan. Lange hat er in keinem Mannschaftskampf verloren und war immer ein Leistungsträger. Irgendwann erwischt es Jeden, leider am falschen Tag. Nach seinem Verlust stand es 3 : 3 und die Ilmenauer Chancen schienen gering.

Martin Vielitz hatte einen Bauern verloren. Nach zähem Kampf konnte er aber remisieren. So hing dann alles an Steffen Ortlepp. Sein Gegner, Rüdiger Schorch, opferte im Mittelspiel eine Qualität für Initiative. Steffen musste schließlich Material zurückgeben und geriet in ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger. Es gelang ihm Drohungen zu schaffen, die der Gegner aber durchschaute. Als schließlich ein technisch remises Endspiel entstand, spielte der Gegner unbeirrt weiter. Steffen fand den Remisweg nicht und wurde förmlich ausgesessen.

Damit strand die 3,5 : 4,5 Niederlage der Ilmenauer fest. Giut möglich, dass sich beide Mannschaften in der nächsten Saison in der Landesklasse wieder sehen. Ilmenau steht jetzt auf dem 8. Platz. Wenn, wie sich andeutet, drei Mannschaften absteigen, reicht der nicht zum Klassenerhalt.

Klaus Leuner

Leuner2 Leuner - Salaske
24.fxe5 (De5: ist nach 25.Lf4 Dc3 26. Thf1 auch nicht erfreulich.) 24...dxe5 (Dh4: verliert nach e6! eine Figur) 25.Sf3 Dxh4 26.Sxe5+ Kf6 27.Sxd7+ Ke7 28.gxh4 Kxd7 29.Thf1 Jetzt zeigt sich die unglückliche Stellung der beiden schwarzen Springer! 29...Thf8 30.Lh6! Das ist der Knackpunkt! Der Springer geht verloren. 30...Txf1 31.Txf1 Te8 32.Ld3 Eine letzte Gemeinheit, Schwarz bekommt nichts für die Figur und gibt deshalb auf. 1–0

Ilmenauer Schnellschach-Turnier

vom 03.– 04.07.2010 im Rathaus der Stadt Ilmenau

Liebe Schnellschachfreunde,

nachdem vor und während des Ilmenauer Schnellschachturniers 2009 mehrfach die Frage gestellt wurde, warum das Turnier nicht wie bisher als Thüringer Einzelmeisterschaft im Schnellschach ausgetragen wird, hat sich der Vorstand des Ilmenauer Schachverein mit Schreiben vom 15.11.2009 an die Mitglieder des Präsidiums des ThSB um die Ausrichtung Thüringer Einzelmeisterschaft im Schnellschach 2010 beworben. Da der Bewerbungstermin dafür durch den Landesspielleiter auf den 20.03.2010 festgelegt wurde, konnte durch das Präsidium noch keine Entscheidung getroffen werden. Unser seit über 17 Jahre praktizierter Vorbereitungszeitplan, der sich nach den Terminvorgaben der Stadtverwaltung und unserer Hauptsponsoren richtet, zwingt uns aber zum Handeln.

Deshalb haben wir das Turnier zunächst als Ilmenauer Schnellschachturnier 2010 ausgeschrieben und werden nach Bestätigung durch das Präsidium dieses Turnier erneut als ‚Offene Thüringer Einzelmeisterschaft im Schnellschach 2010’ durchführen. Der für den ThSB spielberech­tigte, bestplatzierte Spieler wäre dann Thüringer Landesmeister im Schnellschach und zur Teilnahme an der DSB-Schnellschachmei­ster­schaft berechtigt.

Mit der Austragung als offenes Turnier wird die Teilnahme von Studenten und talentierter Jugendlicher sowie Schachfreunden benachbarter Bundesländer und auch ausländischer Teilnehmer ermöglicht; auch interessierte, nicht aktive Schachspieler können am Ilmenauer Schnellschach-Turnier teilnehmen. Die traditionell durch den Rektor der TU Ilmenau für den ‚Bestplatzierten Studenten’, den Landrat des Ilmkreises für den ‚Bestplatzierten Jugendlichen’ und den Oberbürgermeister der Stadt Ilmenau für den ‚Sieger des Turniers’ gestifteten Sonderpreise sind Ausdruck gerade dieser ‚Offenheit’.

Mit freundlichen Grüßen
K.-P. Zocher
Turnierleiter

Ausschreibung

1. AUSRICHTER: Ilmenauer Schachverein e. V.
Klaus-Peter Zocher,
Hüttenholzstr. 19,
D-98693 Ilmenau
(03677) 69 2459 (d), (03677) 882961 (p)
zo@tu-ilmenau.de
2. TERMIN: Sonnabend, den 03.07. und Sonntag, den 04.07.2010
3. ORT: Ratssaal der Stadt Ilmenau, Rathaus, Am Markt 7
4. MODUS: Das Turnier ist offen für alle Mitglieder des ThSB und DSB, ausländische Schachfreunde sowie alle interessierten nichtaktiven Schachspieler. Es gelten die FIDE-Regeln für Schnellschach (Activ-Chess), 30 Minuten je Spieler. Das Turnier wird entsprechend der Teil­neh­mer­stärke in 7 - 9 Runden Schwei­zer System ausge­tra­gen.
5. ZEITPLAN: Anreise: 03.07.2010, bis 09.15 Uhr (Späteste Anmeldemöglichkeit!)
Eröffnung: 03.07.2010, 10.00 Uhr
Siegerehrung: 04.07.2010 gegen 14.30 Uhr
6. ANMELDUNG: bis 11.06.2010 schriftlich an den Aus­rich­ter. Ei­ne An­mel­dung ist nur gül­tig mit gleich­zei­ti­ger Über­wei­sung des Startgel­des auf das Kon­to 1124 000 247 bei der Sparkasse Arn­stadt-Ilme­nau, BLZ 840 510 10.
7. STARTGELD: 7,50 € für Mitglieder des ThSB und 10,- € für alle an­de­ren bei Anmeldung bis zum 11.06.2010, ansonsten 10,- € bzw. 15,- €
8.QUALIFIKATION: Der bestplatzierte Teilnehmer des Ilmkreis ist Schnellschach-Kreismeister.
9. VERSORGUNG: Imbiss/Getränke im Spiellokal, Mittagessen im Ratskeller
10. QUARTIER: Ilmenau-Information, Am Markt 1, Tel. (03677) 20 2358
11. PREISE: Vorgesehen sind Preisgelder (1. Platz 30%, 2. Platz 25% und 3. Platz 20% der Startgeldeinnahme) und Son­der­preise für den:
  • Sieger des Turniers
  • Bestplatzierter Teilnehmer DWZ<2000
  • Bestplatzierter­­ Jugendli­cher
  • Bestplatzierter Teilnehmer (ab 70 Jahre)
  • Bestplatzierter Student
Um den talentierten Nachwuchs zur Teilnahme am Turnier zu interessieren werden die Bestplatzierten (w + m) in den AK < 18, < 16 und < 14 Jahre ebenfalls mit Urkunde und Erinnerungsgeschenk ausgezeichnet. Bei Mehrfachplatzierung eines Teilnehmers bei Wertungen zu Sonderpreisen und Bestplatzierten in den AK < 18, 16, 14 erfolgt nur eine Preisvergabe.

SC Suhl - Ilmenauer SV 6:2

Die Wetterfrösche hatten für diesen Tag empfohlen, lieber im Bett zu bleiben, als in der Welt herumzufahren. Wie Recht sie hatten, mussten die Ilmenauer Schachspieler schmerzlich erfahren. Schon die Anreise zum Punktspiel gegen SC Suhl war schwierig, zumal einige Ilmenauer grippegeschwächt waren. Suhl trat in bisher stärkster Aufstellung an. Das ließ für Ilmenau nichts Gutes erwarten. Auf den Brettern war davon aber zunächst nichts zu sehen. Nach zwei Stunden gab es die ersten beiden Remisen. Klaus Leuner und sein Gegner Stefan Koch hatten beide Beißhemmungen, die von früheren Partien herrührte. Steffen Ortlepp zeigte am 3. Brett gegen Jörg Silberschlag, dass er sich zu einem starken Spieler gemausert hat. Das Remis war am Schluss eher schmeichelhaft für Silberschlag.

Dann brach es aber auf die Ilmenauer herein. Ein noch nicht genau untersuchter „Virus“ führte zu kollektivem Versagen. Der Verlust von Thomas Münch war nach dem Spielverlauf zu erwarten gewesen, da er bereits in der Eröffnung ungenau spielte. Uwe Mehlhorn geriet nach einem Opfer von Axel Berghof in eine komplizierte Stellung. Wäre er richtig fit gewesen, hätte es eine Partie für die Ilmenauer Annalen werden können. So aber tanzten die Figuren vor seinen Augen und ließen sich nicht richtig ordnen. Sehr stark dagegen Berghof, der sehenswert gewann.

Ohne wesentliche Chancen war dagegen Albrecht Töpfer gegen Uli Albrecht, der seine Stellungsvorteile geschickt nutzte. Völlig unnötig waren dagegen die beiden folgenden Niederlagen. Klaus Ziegler hatte sich gut freigespielt, warf dann aber die Partie mit einem Fehlzug weg. Das passierte dann auch Thomas Heerd gegen den sehr starken Michael Recknagel. Er stand lange Zeit besser und sah einem gewonnenen Endspiel entgegen. Recknagel fand schließlich noch taktische Verwicklungen, die zum Sieg führten.

Lediglich Stefan Schenk konnte eine gut geführte Partie gegen seine zu passiv agierende Gegnerin zum Gewinn führen. Damit stand die zu hoch geratene Niederlage von 2 : 6 für die Ilmenauer fest. Diese Niederlage verdirbt noch nichts im Kampf gegen den Abstieg. Auch die Trainerfrage wurde nicht gestellt. Im Schach ist jeder Spieler für seine Partie verantwortlich und hat damit auch kaum diese in einigen Sportarten übliche Ausrede.

Klaus Leuner

Schenk1Doris Arlt – Stefan Schenk
13...e5 Die alte Regel: Der Gegenschlag im Zentrum auf einen Flügelangriff! 14.dxe5 Sxe5 15.Sxe5 Lxe5 16.Sa4 Dc7 17.h3 Tad8 18.Ld3 Lxd3 19.Dxd3 Lxb2 20.Sxb2 De5 21.Dd4 Dxd4 22.exd4 Te4 23.Tad1 Tde8 24.f3 Te2 25.Sd3 Sh5 26.f4 T2e4 27.Tde1 Verliert einen Bauern. Es drohte das Manöver Sg3 und Sf5 und der wichtige Bauer d4 fällt. 27...Txe1 28.Txe1 Txe1+ 29.Sxe1 Sxf4 30.Kf2 Kf8 31.Kf3 Se6 32.Sc2 Ke7 33.g3 f5 34.h4 Kf6 35.Ke3 g5 36.hxg5+ Kxg5 37.Kf3 h5 38.Ke3 Weiß wird die Zugpflicht langsam lästig! 38...f4+ 39.gxf4+ Sxf4 40.Se1 Kg4 41.Sf3 Kg3 Weiß hat keinen vernünftigen Zug mehr. Der Bauer marschiert. Weiß gibt auf! 0 : 1

Ilmenauer SV - ESV-Lok Sömmerda 3:5

Schach kann man bei jedem Wetter spielen. Aber der Anmarsch…! Am kältesten Tag des Jahres trugen die Ilmenauer Schachspieler die 4. Runde in der Thüringenliga gegen Sömmerda aus. So begannen die Spiele, leicht verspätet, für einige Spieler mit einer Auftauphase. Vielleicht lag es auch daran, dass nach drei Stunden noch keine Partie beendet war. Das ist äußerst selten, lag aber auch am Kampfgeist der Akteure. Sömmerda ist durchgängig gut besetzt und war leicht favorisiert.

Dann fielen aber die ersten Entscheidungen. Uwe Mehlhorn hatte eine Wendung des Gegners nicht so richtig in der Rechnung und geriet in eine schwierige Situation. Er verteidigte sich geschickt. Der Gegner verbrauchte dann auch zu viel Zeit, um einen Gewinn zu finden. Schließlich bot er dann in Zeitnot Remis an, das Mehlhorn annehmen musste. Eine sehr scharfe Stellung hatte Albrecht Töpfer auf dem Brett. Alles schien möglich. Er spielte auf Gewinn und brach alle Brücken hinter sich ab. Das erwies sich als zu optimistisch. Ein schlechter stehendes Endspiel konnte er schließlich nicht halten.

Besser machte das Prof. Dennler. Er lehnte ebenfalls Remis ab. Mehr wurde es dann allerdings auch nicht. Versuch macht klug! Schlechter lief es bei Klaus Leuner. Der hatte sich eines heftigen Angriffes zu erwehren. Das schien gelungen und die Stellung konsolidiert. Auch er wollte mehr und griff dabei fehl. Der routinierte Gegner spielte aber sehr stark und gewann nach einer längeren Leidenszeit von Leuner überzeugend.

Eine sehr starke Partie spielte Steffen Ortlepp gegen den bekannten Joachim Siegemund am 3. Brett. Nachdem dieser seinen Eröffnungsvorteil vergeben hatte brach ein taktisch geprägter Sturm über ihn herein. Steffen fand immer wieder neue Drohungen und brachte den Gegner in eine aussichtslose Lage. (siehe unsere Partie). Thomas Münch spielte in der Eröffnung ungenau und musste sich lange verteidigen. Das entstandene Schwerfigurenendspiel mit einem Bauern weniger bot aber gute Remischancen. Die nutzte Thomas nach langem Kampf.

Damit stand es 3,5 : 2,5 für Sömmerda. Ein Unentschieden schien möglich. Thomas Heerd hatte gegen Michael Kalisch bis zum Mittelspiel sehr ideenreich gespielt. Dann musste er schließlich eine Figur gegen zwei Bauern geben. Auch das sah noch verträglich aus, reichte dann aber doch nicht zum allseits erwarteten Remis. Damit war der Kampf verloren. Klaus Ziegler stellte dann seine Gewinnversuche im Interesse der weiteren Tagesgestaltung ein.

Die 3 : 5 Niederlage entsprach zwar nicht den Hoffnungen der Ilmenauer, spiegelt aber wohl das Kräfteverhältnis der beiden Mannschaften wider. Mit 4 : 4 Mannschaftspunkten schlossen die Ilmenauer das Jahr einigermaßen befriedigend ab.

Ortlepp2 Siegemund – Ortlepp

16...c4! gleicht aus und schafft Drohungen durch den Fre4ibauern. 17.De3 h6 18.Sf3 Sf6 19.Se5 Sg4 20.Sxg4 Lxg4 21.f3 Le6 22.Tac1 Tac8 noch ist die Partie ausgeglichen 23.d5 Das war der entscheidende Fehler! 23...Lxd5 24.Tb1 c3 25.Lb4 Dxa2 26.Tbc1 c2 27.Td2 Lb3 28.Td3 Ted8 29.Lh3 Db2 30.Ld7 Tc7 31.Txb3 Ld4! der endgültige KO 32.Kg2 Lxe3 33.Txb2 Lxc1 0 : 1

SV 1861 Liebschwitz - Ilmenauer SV 3.5 : 4.5

Zum dritten Spiel der Thüringenliga mussten die Ilmenauer Schachspieler zum scheinbar übermächtigen Gegner Gera - Liebschwitz reisen. Noch vor zwei Jahren klaffte zwischen den beiden Mannschaften eine Lücke von zwei Spielklassen. Nach logistischen Problemen kamen die Ilmenauer mit Verspätung im Spiellokal an. Der Gegner hatte die Uhren bereits angestellt und damit Zeitvorteil.

Nach einer Stunde Spielzeit nahmen sowohl Steffen Ortlepp als auch Klaus Leuner die Remisangebote der Gegner an, in der Hoffnung, die zu erwartende Mannschaftsniederlage in Grenzen zu halten. Dann aber lächelte den Ilmenauern Fortuna. Prof. Dennler gewann in schlechterer Stellung durch eine Fehlkombination des Gegners eine Figur und gewann. Einen weiteren Beitrag zum Thema „Unerschöpflichkeit der Fehlermöglichkeiten im Schach“ lieferte dann Albrecht Töpfer. Er übersah einen Zwischenzug des Gegners und musste aufgeben. Damit stand es 2 : 2.

Eine spannungsreiche Partie lieferte wieder Thomas Münch. Er opferte im Marshall-Angriff der spanischen Partie den bekannten Bauern und bekam viel Druck. Der Gegner wehrte sich aber erfolgreich, die Partie verflachte und endete mit Remis. Inzwischen waren fast vier Stunden gespielt und die Spieler in den restlichen drei Partien sahen den Wonnen der Zeitnot entgegen. Lange Zeit stand Thomas Heerd am 1. Brett gegen Herrmannsdorfer sehr verdächtig. Der war in die weiße Stellung eingedrungen, und alle Kiebitze gaben keinen Pfifferling mehr auf Thomas. Herrmannsdorfer fand aber keinen Gewinn und musste schließlich in ein Remis einwilligen.

Klaus Ziegler musste zunächst einen Bauern hergeben, bekam aber aktives Spiel. Remis lehnte er im Sinne des Mannschaftsergebnisses ab. In beiderseitiger Zeitnot verlor er aber etwas den Faden und stand schließlich verdächtig. Er verteidigte sich aber ideenreich. Inzwischen war ein Ilmenauer Sieg im Bereich der Möglichkeiten. Ziegler schaffte schließlich das verdiente Remis.

Jetzt hing die ganze Verantwortung bei Uwe Mehlhorn, der gegen den starken Fernschachspieler Frank Gerhard kämpfte. Der kam ebenfalls in Zeitnot. Mit hochrotem Kopf, der einen irregulären Ausgang der Partie befürchten ließ, schaffte der aber die Zeitkontrolle. Uwe hatte den Ausgang der anderen Partien immer im Blick und knetete die Stellung, bis er es schließlich in 81 Zügen und über 5 Stunden schaffte.

Damit stand der unerwartete Ilmenauer Sieg mit 4,5 : 3,5 Punkten fest. Vielleicht hätten die Geraer die Ilmenauer mit dem zwar regelgerechten aber unüblichen Uhrenanstellen nicht so reizen sollen! Da auch die zweite Mannschaft hoch gewann, war das ein sehr erfolgreicher Tag für Ilmenau.

Mehlhorn3Gerhardt – Mehlhorn

Diese Stellung entstand nach dem 71. Zug von Schwarz. Es ist klar, dass sich Schwarz nur mit f6 befreien kann. Um diesen Punkt wurde seit über 20 Zügen gekämpft. Weiß glaubte nun, das für alle Zeiten verhindern zu können und folgte der Einladung von Schwarz. Mehlhorn hatte aber weiter gerechnet.

1.Sh7? Soll f6 verhindern und droht gleichzeitig Sf6+, Lf6: und nach ef: ist der schwarze Turm weg. 1...f6 Es geht doch! Reißt die Stellung auf und bringt die Vorzüge der schwarzen Stellung zur Geltung. 2.Sxf6+ Lxf6 3.exf6 Tf7 4.f5 Txf6 5.fxg6 Txg6 6.Le5 Teg8 7.f4 Tg2 Das ist es! Ein Turmpaar wird abgetauscht, um den Druck auf e6 zu nehmen. Der Springer ist in dieser blockierten Stellung stärker als der Läufer. 8.Lf6 Txe2+ 9.Txe2 Tg3 10.f5 exf5 11.Te7+ Kd6 12.Th7 Darauf hatte Weiß gehofft. Jetzt wird aber der schwarze f-Bauer sehr schnell. 12...f4 13.Lg5 Tg2+ 14.Ka1 f3 f2 nebst Tg1+ ist nicht zu verhindern. Weiß gab deshalb auf.