Bezirksliga U12 – Ilmenau startet mit einem Remis in die neue Saison

Am 1. Spieltag der Bezirksliga U12 am 30.10.2010 empfing Ilmenau die Mannschaft von SG Arnstadt/Stadtilm zum Punktspiel. Ziemlich schnell endete die Begegnung Emilia Kunz gegen Johannes Müller. Emilia büßte in frühem Partiestadium eine Figur ein, und bald darauf auch die Partie.

Dann punktete unser Gastspieler Moritz Westfeld vom TSV Plaue, der ein starker Ersatz für den nun in der U14 spielenden Sebastian Rose ist. Martin Zschau fiel einem Eröffnungstrick zum Opfer und verlor frühzeitig die Dame. Nun lag es an Lucie Müller, den Mannschaftsverlust zu verhindern. In einer gut geführten Partie konnte sie den starken Arnstädter Erich Riedel im Angriff bezwingen (siehe Partie). Damit endete der Mannschaftskampf 2:2 unentschieden.

Stefan Schenk

Lucie1Riedel, Erich – Müller, Lucie

9. …g5! leitet einen Angriff am Königsflügel ein. Das ist gerechtfertigt, denn Schwarz ist besser entwickelt und kann den eigenen König am Damenflügel in Sicherheit bringen. 10. Lg3 O-O-O 11. Sbd2 g4 12. Sg1 Sh5 13. f3 Sxg3 14. hxg3 h5 15. De2 Tdg8 16. b4 Lb6 17. a4 Weiß sucht Gegenchancen am Damenflügel. 17. …a6 18. Tb1 f5 19. c4 f4 20. gxf4 Sd4 21. Dd1 exf4 22. Sb3 h4 23. Sxd4 Lxd4 Weiß hat es versäumt, Angriffslinien am Damenflügel mittels b5 zu öffnen. Nun schlägt der schwarze Angriff am Königsflügel durch. 24. fxg4 Lxg4 25. Sf3 Le3 26. d4 h3 27. gxh3 Txh3 28. Txh3 Lxh3 29. Ta1 Lg1 30. b5 Dg7 31. Kd2 Dg2+ 32.Kc3 Tg3 33. Dxg1 Dxf3+ 0-1

Ilmenauer Schachverein - MTV 1876 Saalfeld 5:3

In der 3. Runde der Landesklasse Ost hatten die Ilmenauer Schachspieler den MTV 1876 Saalfeld zu Gast. Ilmenau musste auf Gerd Friedrich verzichten, der krankheitsbedingt ausfiel. So waren die Chancen ausgeglichen. Nach drei Stunden Spieldauer waren die ersten Partien reif zur Entscheidung. Klaus Leuner war es gelungen, starken Druck aufzubauen und die Figuren von Robert Müller zu desorganisieren. Der glaubte, nach einem Qualitätsverlust noch Widerstand leisten zu können. Leuner hatte aber mehrere Trümpfe im Ärmel. Einer stach schließlich so nachhaltig, dass er gleich zum Matt führte.

Kurz darauf konnte auch der junge Erik Lorenz sehr schön gewinnen. Sehenswert seine taktischen Schläge, die einem letztendlich überforderten Gegner ein kurzes Leiden bescherten. Dann folgte aber der erste Dämpfer für Ilmenau. Klaus Ziegler hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen, der ihm eigentlich eine sorgenfreie Zukunft verhieß. Der Gegner bekam aber Gegenspiel und konnte einen Freibauern schaffen, der schließlich zur Dame marschierte und die Partie entschied.

Besser machte es Stefan Schenk gegen Alexander Krämer. Er verstärkte erst seinen Druck und erntete dann gleich einen ganzen Punkt. 3 . 1 für Ilmenau damit der verheißungsvolle Zwischenstand. Auch Steffen Ortlepps Partie schien mindestens für ein Remis gut. Er fand aber nicht die erforderlichen Züge und wurde dann ausgespielt. Den 4. Punkt schaffte dann Uwe Mehlhorn gegen Jan Klebe. In einem zähen Mittelspielringen entschied die Summe der stärkeren Züge für Uwe. Der Gegner gab rechtzeitig auf.

Jetzt brauchten die Ilmenauer mindestens noch einen halben Punkt zum Mannschaftssieg. Den hatte Albrecht Töpfer gegen den erfahrenen Dieter Liebisch auf dem Brett. Durch zu passives Spiel auf Remis ging das Turmendspiel noch verloren. So musste es der Nachwuchsspieler Aleksey Sukaylo richten. Mit zwei Figuren gegen einen Turm verstärkte er seine Stellung immer mehr und gewann Bauern. Lange wehrte sich sein Gegner, bis er nach fast fünft Stunden schließlich aufgeben musste. Eine starke Leistung von Aleksey!

Damit gewann Ilmenau 5 : 3. Kein einziges Remis dokumentierte schließlich den harten Kampf auf dem Meldezettel. Die letzten vier Bretter gewannen und zeigen die Ausgeglichenheit der Ilmenauer. Jetzt ist auch nach oben wieder alles möglich.

Klaus Leuner

Lorenz Werner Pods - Erik Lorenz

Schwarz hätte jetzt mit 16. Lh6 17. h5 Ld4: 18. Td4: Dg5 ruhig fortsetzen können. Er wählt aber eine scharfe Fortsetzung, die chancenreich ist. 16...Lxh4 17.gxh4 Dxh4 18.Le3? Weiß greift bereits fehl, f3 war besser! 18...f5 b4!, gefolgt von De4: nimmt die weiße Stellung sofort auseinander! 19.Lxe6 f4 20.Ld2 f3 Nach drei Zügen ist das Zielfeld erreicht und der Bauer ein Pfahl im Fleische des Weißen. 21.Df1 Sf4 22.Lxf4 Txf4 23.Txd6 Weiß nimmt noch eine Henkersmahlzeit! 23...Dg5+ 24.Kh1 Th4+ 25.Lh3 Lc8 26.Td5 Txh3+ 27.Dxh3 Dxc1+ Aufgabe! 0–1

Erfurter SK 3 - Ilmenauer Schachverein 3:5

In der 2. Runde musste der Ilmenauer Schachverein in der Landesklasse Ost beim Erfurter SK 3 antreten. Nach der unnötigen Auftaktniederlage war ein Sieg schon Pflicht. Nach den Wertungszahlen schien das auch ein aussichtreiches Unterfangen. Erfurt hat aber sehr gut trainierte Jugendliche, gegen die man erst mal gewinnen muss.

Nach etwa zwei Sunden gelang das zuerst Klaus Leuner. Der junge Lars Bodenstein eröffnete sehr aggressiv in seiner Spezialeröffnung.(siehe unsere Partie) Wenn Schwarz sich nicht energisch wehrt, kann er schnell unter die Räder kommen. Das ist wie im richtigen Leben! Leuner organisierte den Widerstand gut und konnte die Schwächen im weißen Lager konsequent nachweisen. Dann traf die Ilmenauer aber ein unerwarteter Schlag. Klaus Ziegler hatte erneut in der Eröffnung eine Qualität gewonnen. Sascha Hoffmann hatte aber Gegenspiel, das er geschickt ausbaute. Schließlich zerfiel die Stellung von Ziegler gänzlich, und er musste aufgeben.

Erfreulich dagegen die Partie des Ilmenauer Jugendlichen Erik Lorenz. Erik gelang es zielstrebig, alle drei Schwerfiguren auf den Punkt h2 zu richten, eine Furcht einflößende Armada, gegen die nichts half. Immerhin hatte der Gegner die Lacher auf seiner Seite, als er die zahlreichen Kiebitze mahnte: Lasst mich in Ruhe sterben! Stefan Schenk und Albrecht Töpfer gewannen nach hartem Kampf und fast vier Stunden. Beide waren leistungsmäßig überlegen.

Damit führten die Ilmenauer 4 : 1 und benötigten noch einen halben Punkt aus den restlichen drei Partien. Alle Partien waren hart umkämpft. Die beiden Ilmenauer Spitzenspieler traten aber gesundheitlich stark angeschlagen an. Das machte sich mit der Spieldauer bemerkbar- zwei unerwartete Niederlagen.

So lag die Verantwortung bei Steffen Ortlepp, der einen Bauern für Initiative geopfert hatte. Die beeindruckte den Gegner schließlich nach langer Spieldauer. Steffen musste höllisch aufpassen, um nicht noch ein Remis zu gestatten. Mit einem Turm mehr schaffte er schließlich den Sieg für sich und die Mannschaft.

5 : 3 lautete das Endergebnis für Ilmenau. Dass keine Partie remis endete zeigte die Härte des Kampfes ebenso, wie die Spieldauer von über fünf Stunden. Kurios, dass die Ergebnisse vom ersten Spiel genau umgekehrt wurden. Die Verlierer der 1. Runde gewannen und umgekehrt. Jetzt sollte endlich Stabilität einziehen.

Klaus Leuner

Leuner4Bodenstein - Leuner

15...Sxg4 16.Lxh7+ Kh8 17.h5 Lh4 18.Sg3 Traurig, der Bauer f2 kann wegen 18. Se3: auch nicht mit 18. Tf1 gedeckt werden. 18...Lxg3 19.fxg3 Dg5 Natürlich begnügt sich Schwarz nicht mit dem Bäuerlein auf e3. 20.Dd3 Dieser Zug zeigt eine andere Schwäche von Weiß. 20...Sf6 Schwupps, da war der Läufer weg!. 21.Ke2 Sxh7 22.Sf3 Df5 23.Se5 Dxd3+ 24.Kxd3 Sf6 25.g4 Se4! Die Folgen von 26.Sg6+ fg: 27.Th2 mit Verdopplungsdrohung mussten bedacht werden. Der Springer ist ein Monster! 26.Th2 a5! Droht La6+ mit großem Materialverlust. 0–1

Ilmenauer Schachverein - TSV Zeulenroda 3:5

Einen Fehlstart legten die Ilmenauer Schachspieler hin. Erstmals spielen sie in der Landesklasse Ost. Mit Heerd und Münch gab es zwei schmerzliche Abgänge, mit Gerd Friedrich einen starken Neuzugang. Im Spiel gegen den TSV Zeulenroda fehlte zu dem noch der Spitzenspieler Uwe Mehlhorn, der an der deutschen Schnellschachmeisterschaft teilnahm. So bekamen mit Aleksey Sukaylo und Erik Lorenz zwei Nachwuchsspieler eine Einsatzchance. Bei Zeulenroda fehlte die Spitzenspielerin Fuchs, die an der Schacholympiade teilnimmt. So schienen die Chancen ausgeglichen.

Nach einem schnellen Remis am Spitzenbrett entspann sich ein harter Kampf. Leider konnte Lorenz seine erste Chance nicht nutzen. Er verlor gegen Kerstin Prütting, einer der drei von Zeulenroda eingesetzten Frauen. Damit stand Ilmenau bereits unter Druck. Der schien sich noch zu verstärken, als auch Sukaylo auf Verlust stand. Der Gegner griff jedoch beim Schlussangriff fehl und schenkte Aleksey den Punkt. Als dann Klaus Ziegler nach einem Qualitätsgeschenk des Gegners seine Partie ideenreich zum Sieg führte (unsere Partie), schien alles für Ilmenau zu laufen.

Dann zeigten die Ilmenauer aber ihre Gastgeberqualitäten. Stefan Schenk ließ sich in klarer Gewinnstellung überraschend mattsetzen. Auch Klaus Leuner hatte eine überlegene Stellung herausgespielt, übersah aber einen starken Einschlag, der die Partie sofort kippte. Zwei unnötige Gastgeschenke! Steffen Ortlepp traf mit Diana Skibbe auf eine theoretisch sehr gut vorbereitete Gegnerin. Sie opferte eine Qualität und gewann schließlich mit starken taktischen Zügen. Eine sehr schöne Partie der Präsidentin des Thüringer Schachbundes. Damit stand der Zeulenrodaer Sieg fest.

Bis zum absoluten Zeitfinale nach sech Stunden spielte dann noch Albrecht Töpfer. Er hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen und schien auf der Gewinnerstraße. Dann bekämpfte er aber einen Freibauern des Gegners nicht richtig und schien zu verlieren. Kurios das Endspiel, nachdem der Zeulenrodaer einen Turm gewann. Der letzte Randbauer von Albrecht konnte aber nur unter Turmopfer aufgehalten werden. So endete die Partie Remis. Die Ilmenauer verloren mit 3:5 und wissen jetzt, dass es auch in der Landesklasse schwer wird.

Klaus Leuner

Ziegler1Ziegler – Wolfram

37.a6! Das hatte Weiß vorbereitet. Die schwarze Stellung bricht sofort zusammen. 37...Kf8 37....Db8, 38.Ta3 Kf8, ab: Ta3: 40. Da3: sieht auch nicht gut aus [37...Txa6 38.Taxa6 bxa6 39.Tb8 Da7 40.Db6 De7 41.Txd8] 38.axb7 Aufgabe, da 38. Sxb7 39.Txa7 Dxa7 40.Txb7 keine Perspektive hat.

IM Joachim Brüggemann Sieger des Ilmenauer Schnellschachturnier 2010

Mit 6 Punkten aus 7 Runden gewann der Internationale Meister Joachim Brüggemann (Erfurter SK) das Ilmenauer Schnellschachturnier 2010 und verwies infolge besserer Wertung Großmeister Thomas Pähtz (Lok Meiningen) mit ebenfalls 6 Punkten auf den zweiten Platz.

sst1
IM Joachim Brüggemann gegen Vorjahrssieger Thomas Hänsel

Wenn Joachim Brüggemann am Schnellschachturnier in Ilmenau teilnahm – in diesem Jahr war es neunte Mal – dann hat er, bis auf einmal, immer gewonnen; und das war 2007 als er von Thomas Hänsel auf den 2-ten Platz verwiesen wurde. Diesmal aber revanchierte sich der Internationale Meisterund gewann die Partie in der 5-ten Runde gegen Thomas Hänsel (Empor Erfurt).

Zuvor in der vierten Runde jedoch hatte Vorjahressieger Thomas Hänsel (Empor Erfurt) gegen Großmeister Pähtz ein Remis erzielt und mit Siegen in den letzten beiden Runden – gegen den amtierenden Thüringer Schnellschachmeister Uwe Mehlhorn (Ilmenauer SV) und Jürgen Heß (Erfurter SK) – mit 5,5 Punkten infolge besserer Wertung die Grundlage für den dritten Platz gelegt. Punktgleich belegte Großmeisterin Elisabeth Pähtz (SC Eppingen) den vierten Platz.

Elisabeth Pähtz ist die jüngste deutsche Großmeisterin; sie ist Internationaler Meister der Männer, wurde 2002 U18–Weltmeisterin und gewann im Jahr die 2005 Junioren-WM (U20). Viele Teilnehmer erinnerten sich noch an ihr Ilmenauer Debüt im Jahr 1994, wo sie als 9-jährige den 12-ten Platz belegte. Nur sieben Jahre später wurde sie 2001 Großmeisterin – die höchste internationale Auszeichnung im Schachsport.

Insgesamt nahmen 4 Studenten der TU Prag, FSU Jena und Metropolitan University Prag teil. Leider gelang es nicht neben Stefan Schenk noch weitere Ilmenauer Studenten für die Teilnahme am Schnellschachturnier zu mobilisieren.

9 Kinder und Jugendliche aus Thüringen und Prag im Alter von 12 bis 20 Jahren kämpften um den Sonderpreis des Landrates für den bestplatzierten Jugendlichen. Und in dieser Wertung gab es schon einige Überraschungen. Der 12-jährige Tim Nicolai (Empor Erfurt) aus der Trainingsgruppe von GM Thomas belegte am Ende mit 4,5 Punkten Platz 8 im 37-köpfigen Teilnehmerfeld. Nur der 20-jährige Marco Geißhirt (SG Barchfeld Breitungen) mit 5 Punkten auf Rang 6 konnte ihm den Sonderpreis des Landrates streitig machen.

Aus der 10-köpfigen Delegation unserer seit mehreren Jahren teilnehmenden Schachfreunde von ŠK Smichov Praha nehmen 3 Nachwuchsspieler der Altersklasse U18 teil. Hinzu kamen aus den Altersklasse U20, U16 und U12 jeweils 2 weitere Teilnehmer. In der Abschlusstabelle bestimmen nach Tim Nicolai mit 4 jeweils 4 Punkten auf Rang 15 Erik Lorentz (U16, Empor Erfurt) und Rang 16 David Kubeša (U18, ŠK Smichov Praha) die weitere Reihenfolge, gefolgt mit jeweils 3 Punkten auf Rang 22 bereits Alina Zahn (U12, Empor Erfurt), vor Florian Jung (U20, Jenapharm) auf Rang 25, Minasjan Garegin (U18, V0KD Poruba) auf Rang 26 und Alžbeta Kubitová (U18, Smichov Praha) auf Rang 29.

Auf den vorderen Plätzen belegte Frank Jörges (Lok Meiningen) mit 5 Punkten Rang 5 und erhielt den Sonderpreis des Turnierleiters für den Bestplatzierten mit einer DWZ < 2000. Der amtierende Thüringer Schnellschachmeister Uwe Mehlhorn (Ilmenauer SV) holte sich auch den Titel ‚Schnellschachmeister des Ilm-Kreises’.

Die Siegerehrung nahmen Bürgermeister Herr Acker und der stellvertretende Landrat des Ilm-Kreises Herr Zobel vor. Den Sonderpreis des Oberbürgermeisters der Stadt Ilmenau erhielt der Sieger des Turniers IM Joachim Brüggemann (Erfurter SK). Den Sonderpreis des Rektors für den bestplatzierten Studenten nahm Stefan Schenk (TU Ilmenau) in Empfang. Der Sonderpreis des bestplatzierten Seniors ab 70 Jahre ging an Leonid Kolodny (USV Erfurt).

Im Namen des Ilmenauer Schachverein als Ausrichter des Schnellschach-Turniers dankte Turnierleiter Dr. Zocher dem Oberbürgermei­ster der Stadt Ilmenau, dem Rektor der Techni­schen Univer­sität, dem Landrat des Ilm­-Kreises sowie allen Sponsoren, dem Kollektiv der Stadtverwaltung Ilmenau und allen Helfern vor und während der Meister­schaft.

K.-P. Zocher
Turnierleiter
Abschlusstabelle
Rang Teilnehmer Titel TWZ Verein/Ort Punkte Buchh
1. Brüggemann,Joachim IM 2300 Erfurter SK 6.0 34.0
2. Pähtz,Thomas GM 2420 Lok Meiningen 6.0 31.5
3. Hänsel,Thomas   2314 Empor Erfurt 5.5 32.0
4. Pähtz,Elisabeth IM 2485 SC Eppingen 5.5 31.5
5. Jörges,Frank   1792 Lok Meiningen 5.0 29.0
6. Geißhirt,Marco   1800 SG Barchfeld Breitungen 5.0 29.0
7. Mehlhorn,Uwe   2040 Ilmenauer SV 4.5 30.5
8. Nicolai,Tim   1250 Empor Erfurt 4.5 27.5
9. Schenk,Stefan   1790 Ilmenauer SV 4.0 30.0
10. Sedy,Pavel   2156 TJ Sokol Praha Vrsovice 4.0 29.0
11. Minor,Viatcheslav   1963 Eisenacher SV 4.0 28.5
12. Kolodny,Leonid   1900 USV Erfurt 4.0 27.0
13. Heß,Jürgen   1900 Erfurter SK 4.0 26.5
14. Friedrich,Gerd   1940 Ilmenauer SV 4.0 26.0
15. Lorentz,Erik   1650 Empor Erfurt 4.0 24.0
16. Kubesa,David   1534 Sk Smichow Praha 4.0 22.0
17. Töpfer,Albrecht   1730 Ilmenauer SV 3.5 27.0
18. Sukaylo,Aljoscha   1570 Ilmenauer SV 3.5 25.0
19. Horacek,David   1927 Sk Smichow Praha 3.5 24.0
20. Michael,Torsten   1650 Ilmenauer SV 3.5 23.5
21. Möller,Frank   1600 Erfurter SK 3.5 22.5
22. Zahn,Alina   1540 Empor Erfurt 3.5 19.0
23. Pazdera,Tomas   1888 Sk Cerny Baron 3.0 26.5
24. Antos,Jan   1624 Sk Smichow Praha 3.0 25.5
25. Jung,Florian   1679 Jenapharm 3.0 25.0
26. Minasjan,Garegin   1553 VOKD Poruba 3.0 23.0
27. Broda,Alexej   1465 Sk Smichow Praha 3.0 21.0
28. Heyer,Dieter   1400 TSV Geschwenda 3.0 19.0
29. Kubitova,Alzbeta   1250 Sk Smichow Praha 3.0 15.5
30. Catterfeld,Edgar   1409 TSV 1886 Geschwenda 2.5 24.0
31. Brandt,Wolfgang   1251 Ilmenauer SV 2.5 24.0
32. Frank,Hannes   1300 vereinslos 2.5 19.0
33. Sierath,Ewald   1450 SV Stützerbach 1876 2.5 15.5
34. Spurek,Jan   1250 Sk Smichow Praha 2.0 22.5
35. Knobling,Rolf   1300 USV Erfurt 2.0 20.0
36. Kumstova,Lucie   1250 Sk Smichow Praha 2.0 17.0
37. Jompolskie,Jossip   1400 USV Erfurt 1.0 18.5

Uwe Mehlhorn Thüringer Schnellschachmeister

Lange Zeit haben die Ilmenauer die Thüringer Schnellschachmeisterschaften ausgerichtet. In diesem Jahr fanden sie in Barchfeld statt, leider nur mit zwölf Teilnehmern. Nichtsdestotrotz kämpften in Breitungen an diesem Wochenende in 7 Runden Schweizer System mit FIDE-Meister Dr. Bernd Baum, FIDE-Meister Michael Müller und Exoberligaspieler Frank Hermannsdörfer hochkarätige Spieler um den Titel. Beim Schnellschach hat jeder Spieler 30 Minuten bis zum Blättchenfall zur Verfügung.

Der als Nr. 4 gesetzte Uwe Mehlhorn (Ilmenau) schlug in Runde 2 bzw. 3 beide FIDE-Meister und lag überraschend mit 3 aus 3 an der Spitze. In Runde 4 folgte ein Rückschlag - Niederlage gegen Frank Hermannsdörfer. Da dieser aber einen Punkt durch zwei Remisen gegen Thomas Schley (Trusetal) und FM Michael Müller abgab, folgte ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis in die Schlußrunde.

Uwe zeigte sich von der Niederlage gegen Frank nicht beeindruckt und ließ 3 Siege en suite folgen. Zünglein an der Waage wurde das Nachwuchstalent  Robin Jacobi. Während Mehlhorn den Gymnasiasten von Empor Erfurt schlug, konnte dieser in der letzten Runde Frank Hermannsdörfer ein Remis abringen. Uwe Mehlhorn wurde damit Landesmeister im Schnellschach und wird Thüringen bei den Deutschen Meisterschaften vertreten.
 
Klaus Leuner

Mehlhorn4 Endstand:
 
1. Uwe Mehlhorn (Ilmenau) 6.0
2. Frank Hermannsdörfer (Gera) 5.5
3. FM Michael Müller (Weimar) 5.5
4. Robin Jacobi (Erfurt) 4.5
5. Heiko Crivellaro (Barchfeld) 4.0
6. Bernd Feldmann (Bad Salzungen) 3.5
7. FM Dr. Bernd Baum (Erfurt) 3.5

Ilmenauer Schachspieler in der Endrunde des Thüringenpokals

Nach den Punktspielen, wenn viele Spieler schon etwas schachmüde sind, folgt der Kampf um den Thüringenpokal. Gespielt wird in Vierermannschaften. Die Mannschaftsaufstellung kann variiert und auf den Gegner zugeschnitten werden. Das erzeugt neue Spannungen, zumal das Einzelergebnis noch wichtiger wird. Die Ilmenauer hatten sich mit viel Kampfgeist unter die letzten acht Mannschaften gekämpft. Jetzt stand aber das Spiel gegen ESV Sömmerda an, gegen die man in der Thüringenliga noch wenig Chancen hatte. Sömmerda nahm das Spiel trotzdem sehr ernst und trat in starker Besetzung an.

Stefan Schenk übersah einen taktischen Einschlag nach etwas passiv angelegter Eröffnung. Albrecht Töpfer brachte ein aussichtsreich erscheinendes Bauernopfer, glaubte aber, es reiche schon taktisch durch eine Kombination zu gewinnen. Leider hatte er nicht weit genug gerechnet und so wurde es statt des erhofften Sieges ein Suizid.

Glücklicher agierte Uwe Mehlhorn am 1. Brett. Lang anhaltender Druck brachte seinen Gegner, Daniel Wanzek, mit über 2200 Wertungspunkten der stärkste Sömmerdaer, in große Zeitnot. Als der sich schon im Remishafen wähnte, reichte ein einfacher Trick für Mehlhorn zum Sieg. Typisch für das Schachspiel, die Aufmerksamkeit schwindet in und besonders nach Drucksituationen und die Früchte der Arbeit sind dahin. Diese Partie brachte durch die starke Leistung von Mehlhorn die Entscheidung.

Eine sehr interessante Partie spielte Gerd Friedrich gegen Martin Kühn. Mit Schwarz verließ er alle Theorie und führte eine sehr ungewöhnliche Stellung herbei, der der Gegner nicht gewachsen war. Der König verblieb in der Mitte und es gab beiderseitige Chancen. Entscheidend war der Siegeswille von Friedrich. Sehenswert die Abschlusskombination, nachdem Kühn noch etwas im Trüben fischen wollte (siehe unsere Partie und Diagramm).

Mit dem 2 : 2 Endstand bei besserer Brettwertung ( die Bretter werden aufsteigend mit 4 bis einem Punkt bewertet) hatte Ilmenau die Endrunde erreicht. Dort trifft man auf Medizin Erfurt, den Erfurter SK und BW Stadtilm. Das verspricht viel Spannung!

Klaus Leuner

Friedrich Martin Kühn – Gerd Friedrich
24... Lxf2+ 25.Dxf2 Th1+

Auswertung des Jugendblitzturniers in der Saison 2009/2010

In der Spalte "Rohpunkte" wird die Summe aller vom jeweiligen Spieler erreichten Rundenergebnisse angezeigt. In die Endabrechnung gehen aber nur seine besten 7 Ergebnisse ein, sodass alle Spieler, die an mehr als 7 Runden teilgenommen haben, hier einen Punktabzug erhalten haben. Damit ergibt sich der folgende Endstand:

PlatzName / Runde123456789RohpunkteEndstand
1Döring, Pit108109,5107109 73,566,5
2Sukaylo, Aleksey91099,5810881081,565,5
3Döring, Tim87785997 6055
4Müller, Julian296 767374745
5Schmidt, Heiner7 8 6 6483939
6Jahn, Markus54 74 4663636
7Lorenz, Erik    9 51093333
8Thurmann, Martin665 38 5 3333
9Lichtenheldt, Dominik35       88
10Müller, Lucie    253 51515
11Mitschunas, Johannes4        44
12Pillasch, James      2  22

Sieger des Turniers und damit neuer Ilmenauer Jugendblitzmeister ist Pit Döring. Herzlichen Glückwunsch!

Auswertung des Blitzturniers in der Saison 2009/2010

In der Spalte "Rohpunkte" wird die Summe aller vom jeweiligen Spieler erreichten Rundenergebnisse angezeigt. In die Endabrechnung gehen aber nur seine besten 7 Ergebnisse ein, sodass alle Spieler, die an mehr als 7 Runden teilgenommen haben, hier einen Punktabzug erhalten haben. Damit ergibt sich der folgende Endstand:

PlatzName / Runde123456789RohpunkteEndstand
1Friedrich, Gerd   1010108985555
2Ortlepp, Steffen5 779710865954
3Schenk, Stefan779 8674 4848
4Sukaylo, Aleksey 8106454675046
5Töpfer, Albrecht810 8  910 4545
6Michael, Torsten39555 65 3838
7Mehlhorn, Uwe9  9    102828
8Ziegler, Klaus    78  92424
9Münch, Thomas  646  7 2323
10Brandt, Wolfgang2 4  45 52020
11Strauß, Andre10    9   1919
12Tietze, Daniel6 8      1414
13Wartig, Wolfgang46       1010

Sieger des Turniers und damit neuer Ilmenauer Blitzmeister ist Gerd Friedrich. Herzlichen Glückwunsch!

Preisgelderhöhung für Ilmenauer Schnellschachturnier 2010!

Liebe Schnellschachfreunde,

nachdem das Präsidium des ThSB unserem Antrag – das Ilmenauer Schnellschachturnier 2010 als ‚Offene Thüringer Einzelmeisterschaft im Schnellschach 2010’ durchzuführen – nicht zugestimmt hat, gilt die publizierte Ausschreibung vom 05.02.2010 für das Ilmenauer Schnellschachturniers am 03.– 04.07.2010 mit einer Ergänzung:

Unabhängig von der Startgeldeinnahme wird für die Plätze 1 bis 3 ein Preisgeld in Höhe von 300 €, 250 € und 200 € garantiert.

Damit will der Ilmenauer Schachverein dieses Turnier auch für Spitzenspieler attraktiv gestalten und hofft auf eine rege Teilnahme von Titelträgern und ehemaliger Bestplatzierter der Ilmenauer Schnellschachturniere.

K.-P. Zocher
Turnierleiter

SSV Vimaria 91 Weimar - Ilmenauer SV 5.5 : 2.5

Wie soll sich eine Mannschaft motivieren, wenn sie schon als Absteiger feststeht und gegen den Spitzenreiter spielt? Die Ilmenauer Schachspieler mussten in der letzten Runde der Thüringenliga nach Weimar zum SSV Vimaria, die unbedingt gewinnen mussten, um den Aufstieg perfekt zu machen. Heerd fehlte den Ilmenauern erneut, dafür aber nicht der Kampfgeist gegen den scheinbar übermächtigen Gegner. Thomas Münch opferte einen Bauern für Initiative und gewann eine Figur. In der Folge verlor er die aber wieder durch einen unachtsamen Zug und damit die Partie.

Nach misslungener Eröffnung rettete sich zwar Klaus Leuner bis zur Zeitkontrolle, ließ aber in verlorener Stellung das Blättchen fallen. Dann folgten zwei Remisen von Albrecht Töpfer und Klaus Ziegler. Lange wehrte sich Steffen Ortlepp am 2. Brett gegen den starken Andreas Günther und hatte wohl auch ein Remis auf dem Brett. Das Turmendspiel verlor er aber dann, ohne alle Möglichkeiten auszureizen. Auch Uwe Mehlhorn verlor gegen seinen Angstgegner Michael Müller, der einfache Stellungen sehr stark spielt.

Einzig Senior Prof. Dennler konnte seine Partie konsequent zum Sieg führen. In seiner wahrscheinlich letzten Partie für Ilmenau zeigte er noch einmal all seine Tugenden. Gutes Schachverständnis, hohe Einsatzbereitschaft und Liebe zum Schach haben ihn zu einem wertvollen Spieler für die Mannschaft gemacht. Er hat Schach in Ilmenau über Jahrzehnte mit geprägt! Herzlichen Dank dafür von allen Mannschaftskameraden!

Da der Weimarer Sieg feststand, konnten Albrecht Töpfer und Stefan Schenk beruhigt einem Remis zustimmen. 2,5 : 5,5 war der Endstand. Ilmenau verbleibt damit bei 4 Mannschaftspunkten und 28,5 Brettpunkten auf dem vorletzten Platz und ist einer der drei Absteiger.

Der Ausfall von Heerd am 1. Brett (2 aus 6) konnte nicht kompensiert werden. Mehlhorn mit 4 aus 9 war noch ein gutes 2. Brett, auch Ortlepp bewies mit 3 aus 8 gewachsene Spielstärke. Keiner kam über 50%. Leuner mit 4,5 aus 9, Münch mit 4 aus 9, Schenk mit 3 aus 6 und Prof. Dennler mit 2,5 aus 5 erreichten noch relativ gute Ergebnisse. Bis auf den stärkeren Mehlhorn ist die Mannschaft ausgeglichen besetzt. Das reichte aber für die Thüringenliga nicht.

Nachzutragen ist noch das Ergebnis der 8, Runde, in der Ilmenau gegen VfL Gera unglücklich mit 3 : 5 verlor. Volle Punkte holten Klaus Ziegler und Albrecht Töpfer, Remis spielten Ortlepp und Leuner. Die Thüringenliga war wieder mal ein interessantes Abenteuer für die Ilmenauer. Dort wird wesentlich härter gespielt. Das erfordert gute Kenntnisse in allen Stadien der Partie und großes Durchhaltevermögen. Viele Mannschaften hatten sich verstärkt. Das gelang Ilmenau nur bedingt. Jetzt muss man auf die gute Jugendarbeit setzen und auch längerfristig davon profitieren. Das ist im Schach besonders schwer, das die Jugendlichen in der Regel studieren und damit die berufliche Entwicklung Vorrang hat. Überall trifft man ehemalige Ilmenauer Spieler. Ein Problem, das der Verein nicht lösen kann.

Klaus Leuner

Dennker Dennler - Scheitz

41.h6 sehr effektvoll! Tg4 war objektiv noch stärker. 41...Kg8 Natürlich ist der Turm tabu. Auf cd: folgt einfach h7 42.Tg4+ Kh8 43.Tg7 Lb3 44.Lxb5 Td2 45.Txf7 Ld5 46.c4 Txb2 47.cxd5 Ein letzter Gag. Nach Tb5; folgt de: und der Bauer ist nicht aufzuhalten Schwarz gab deshalb auf. 1 : 0