TSG Ruhla - Ilmenauer Schachverein 5:3

Die Personalnot hatte die Ilmenauer Schachspieler voll im Griff. In der 1. Mannschaft fehlten wegen Krankheit und Auslandsstudium gleich drei Stammspieler (2.,4. und 5. Brett). Da die 2. Mannschaft ihr entscheidendes Spiel gegen den Abstieg hatte, konnte wenig nachrücken. So fuhren denn nur sieben Spieler gen Ruhla. Das zweite Brett wurde frei gelassen.

Nach kurzer Zeit einigte sich Klaus Leuner mit Schliepat auf ein Remis. Die letzten beiden Partien hatte Schliepat gewonnen. Mit Schwarz und nach den Aufregungen im Vorfeld ein achtbares Ergebnis. Auch Steffen Ortlepp, obwohl mit mehr Siegeswillen angetreten, musste bald seine Bemühungen aufgeben. Remis. Dann aber begann ein erbittertes Ringen. Zunächst glaubten sich die Ruhlaer durch die beiden Remis im Vorteil, führte man doch mit 2 : 1. Dann aber schien sich die Waage auf die Seite der Ilmenauer zu neigen. Nils-Edvin Enkelmann spielte eine sehr schöne Partie mit konsequentem Abschluss. Der Gegner spielte eine passive Variante in der Eröffnung und war noch sorglos, als bereits die Geier über seiner Stellung kreisten.

Erstaunlich, wie schnell die Agonie kam. (siehe unsere Partie) Lange wehrte sich Pit Döring, der erneut in der 1. Mannschaft eingesetzt wurde. Er wird immer stärker. Sein Gegner hatte bereits Anzeichen von Resignation gezeigt, könnte dann aber doch mit einem riskanten Opfer den Durchbruch erzielen. Noch etwas mehr Routine und Pit wird aus der 1. Mannschaft nicht mehr wegzudenken sein.

Große Hoffnungen konnten sich die Ilmenauer an den Brettern von Martin Vielitz und Stefan Schenk machen. Martin stand zwar etwas verdächtig, hatte aber vom Gegner eine Figur geschenkt bekommen. Geben ist seliger denn Nehmen, dachte er und schenkte eine Dame zurück. Dabei hätte er in diesem Falle gute Verwendung für die Dame gehabt. Ohne Dame war alles nicht und der Punkt verloren. Auch Stefan zog sich aus einer aktiven Stellung zurück ohne einen Torschuss zu versuchen. Das machte dann der Gegner mit Erfolg. Ein Bauerndurchbruch im Zentrum brachte die Entscheidung gegen Ilmenau.

Damit war der Kampf verloren! Uwe Mehlhorn hatte gegen Hübschmann zwei Bauern erobert, der Gewinnweg war aber sehr schwierig. So wurde über fünf Stunden verbissen gekämpft. Schließlich schaffte es Uwe doch, nachdem der Gegner seinen Verlust durch einen falschen Plan beschleunigte. Es war hier schon viel Ermüdung im Spiel.

Die 3 : 5 Niederlage bringt die Ilmenauer langsam in Schwierigkeiten. Die 2. Mannschaft gewann allerdings das Abstiegsduell und ist jetzt unabsteigbar. Da kann die 1. Mannschaft endlich wieder auf einen größeren Pool an Ergänzungsspielern zurückgreifen.


Enkelmann - Voß

17.Lxh6! Sh5 natürlich nicht gh6:, wegen 18. Dg3+ mit matt 18.De2 Sg3 19.Sxg3 Dxh6 20.Sf5 De6 21.Dg4 g6 der letzte Fehler, jetzt bricht die Stellung total zusammen! 22.Sh6+ Kg7 23.Txf7+!! Die Dame geht verloren. Gegen Läufer und Turm hat Weiß bei Bauernmehrheit leichtes Spiel. Schwarz gab deshalb auf.1–0

Offene Thüringer Schnellschacheinzelmeisterschaft 2008

Ausschreibung

1.

AUSRICHTER:

Ilmenauer Schachverein e. V.
Dr. Klaus-Peter Zocher, Hüttenholzstr. 19, D-98693 Ilmenau
(03677) 69 2459 (d) , (03677) 88 2961 (p)
zo@tu-ilmenau.de

2.

TERMIN:

Sonnabend, den 28.06.2008 und Sonntag, den 29.06.2008

3.

ORT:

Ratssaal der Stadt Ilmenau, Rathaus, Am Markt 7

4.

MODUS:

Das Turnier ist offen für alle Mitglieder des ThSB und DSB, ausländische Schachfreunde sowie alle intereßierten nichtaktiven Schachspieler. Es gelten die FIDE-Regeln für Schnellschach (Activ-Chess), 30 Minuten je Spieler. Das Turnier wird entsprechend der Teilnehmerstärke in 7- 9 Runden Schweizer System ausgetragen.

5.

ZEITPLAN:

Anreise: 28.06.08, bis 09.15 Uhr (Späteste Anmeldemöglichkeit!)
Eröffnung: 29.06.08, 10.00 Uhr
Siegerehrung: 29.06.08 gegen 14.30 Uhr

6.

ANMELDUNG:

bis 13.06.2008 schriftlich an den Ausrichter. Eine Anmeldung ist nur gültig mit gleichzeitiger Überweisung des Startgeldes auf das Konto 1124 000 247 bei der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau, BLZ 840 510 10.

7.

STARTGELD:

7,50 € für Mitglieder des ThSB und 10,- € für alle anderen bei Anmeldung bis zum 13.06.2008, ansonsten 10,- € bzw. 15,- €

8.

QUALIFIKATION:

Der für den ThSB spielberechtigte, bestplatzierte Spieler ist Thüringer Landesmeister im Schnellschach und zur Teilnahme an der DSB-Schnellschachmeisterschaft berechtigt. Der bestplatzierte Teilnehmer des Ilmkreises ist Schnellschach-Kreismeister.

9.

VERSORGUNG:

Imbiß/Getränke im Spiellokal, Mittagessen im Ratskeller

10.

QUARTIER:

Ilmenau-Information, Lindenstraß 12, Tel. (03677) 20 2358

11.

PREISE:

Vorgesehen sind Preisgelder (1. Platz 30%, 2. Platz 25% und 3. Platz 20% der Startgeldeinnahme) und Sonderpreise für den:
  • Sieger des Turniers
  • Bestplatzierter Teilnehmer DWZ<2000
  • Bestplatzierter Jugendlicher
  • Bestplatzierter Senior (ab 66 Jahre)
  • Bestplatzierter Student
  • Bestplatzierte Teilnehmerin
Um den talentierten Nachwuchs zur Teilnahme am Turnier zu interessieren werden die Bestplatzierten (w+m) in den AK < 18, < 16 und < 14 Jahre ebenfalls mit Urkunde/Erinnerungsgeschenk ausgezeichnet.
(Bei Mehrfachplatzierung eines Teilnehmers werden die erkämpften Sonderpreise auch an diesen vergeben; in der Wertung der Bestplatzierten in den AK < 18, 16, 14 erfolgt nur eine Preisvergabe)

Ilmenauer Schachverein - SV WBS Eisenach 2,5 : 5,5

Als die Ilmenauer Schachspieler endlich am Brett saßen, hatten sie die größten Aufregungen bereits hinter sich. Zunächst musste kurzfristig ein neues Spiellokal gefunden werden. Mit dem Vereinsraum in der Manebacher Sporthalle war ein mehr als gleichwertiger Ersatz gefunden. Herzlichen Dank an die Manebacher! Dann wurde die ohnehin schmale Spielerdecke noch durch den unfallsbedingten Ausfall von Thomas Münch (gute Besserung!) weiter geschwächt. Neben Thomas Heerd und Nils Enkelmann fehlten damit drei Stammspieler. Das konnte nicht kompensiert werden, und so stand es gleich 1 : 0 für die Eisenacher.

Steffen Ortlepp erreichte am zweiten Brett ein schnelles Remis, was als Erfolg zu werten war. Ebenso konnte Pit Döring bei seinem zweiten Einsatz schnell remisieren. Das ist für das Ilmenauer Nachwuchstalent ein gutes Ergebnis und sollte Mut für seine weitere Entwicklung geben. Dann wurde an allen Brettern hart gekämpft. Zuerst musste der arg gestresste Mannschaftsleiter Klaus Leuner seine Siegesbemühungen aufgeben und in das Remis einwilligen.

Dann kam es aber ganz dick! Prof. Günter Dennler spielte sehr aktiv. Zu aktiv für die Stellung und geriet dann in eine hoffnungslose Position. Schade, denn er wohnt jetzt auswärts und musste einige Unannehmlichkeiten auf sich nehmen. Danke für den Einsatz! Auch Martin Vielitz verlor nach einer zunächst hartnäckigen Verteidigung. Als er endlich den Ausgleich geschafft hatte, stellte er eine Figur ein. Auch Pavlo Krasovs´ky, der kurzfristig aktiviert wurde kam schlecht aus der Eröffnung, konnte aber ein Remis erreichen. Damit war aber bereits die Ilmenauer Niederlage besiegelt.

Nur Uwe Mehlhorn saß noch lange am Brett. Die Partie war geprägt von beiderseitiger guter theoretischer Vorbereitung. Uwe spielte eine Variante, die er im Fernschach bereits erprobt hatte. Sehenswert, wie er die positionell angelegte Stellung ständig verstärkte. Der Gegner überstand allerdings die Zeitkontrolle und verteidigte sich geschickt. Die Kiebitze waren allerdings der Meinung, dass Uwe sehr gute Gewinnchancen hatte. Nach über fünf Stunden ließ dann wohl auch etwas die Kraft nach und das Turmendspiel wurde remis. Schade, das war über weite Strecken sehr stark gespielt. Damit stand die 2,5 : 5,5 Niederlage fest.

Mit 5 : 5 Punkten steht Ilmenau nun im Mittelfeld der Tabelle und muss sich weiter strecken. Leider nutzte die zweite Mannschaft ihre den Einsatz der potentiellen Ersatzspieler für die erste Mannschaft nicht voll und musste sich mit einem 3 : 3 begnügen. Damit muss sie weiterhin gestärkt werden.


Minor - Mehlhorn

16.Le3 Sf5 17.Lf2 Ke6 18.0–0–0 Kxf7 19.Se4 Lh6 20.g3 Thg8 21.Td5 Ke6 Man beachte den Wanderweg des Königs. 22.Thd1 Taf8 23.c3 Tg6 24.Kb1 b6 25.Sg1 Kd7 26.Sf3 Kc7 27.T5d3 Lg7 28.Tg1 Lh8 29.Te1 h6 30.Sed2 h4 Das war die Grundidee. Schwarz hat bereits Ausgleich erzielt. 31.gxh4 Sg7 32.Lg3 Sh5 33.Sd4 Sxd4 34.cxd4 Die weiße Bauernstruktur ist zerstört. 34...Kd7 35.Tde3 Tf7 36.d5 Tg4 37.Te6 Sf6 38.Se4 Sxd5 39.Txh6 Lg7 40.Sg5 Lxh6 41.Sxf7 Lxf4 42.Te4 e5 Jetzt hat bereits Schwarz Vorteil mit den verbundenen Zentrumsbauern. 43.Ta4 a5 44.Sg5 Se3 oder Ke7 mit der Königswanderung nach f5 scheinen stärker zu sein. 44...Sf6 45.Kc2 d5 46.Sh3 Se4 47.Lxf4 exf4 48.Sg5 Tg2+ 49.Kc1 Txh2 50.Td4 Kc6 [50...Sc5 51.Txd5+ Kc6 52.Td4 Txh4 war vielleicht etwas genauer] 51.Sxe4 dxe4 52.Txe4 Txh4 53.Te6+ Kc5 54.Tf6 b5 55.Tf5+ Kd4 56.Txb5 f3 57.Kd2 Th2+ 58.Ke1 a4 59.Tb8 Te2+ 60.Kf1 Ke3 61.Tb7 Tc2 62.Te7+ Kd2 63.Tf7 Txb2 64.Txf3 Kc2 65.Tf8 Txa2 a3 oder Kb1 sind vorzuziehen. 66.Ke2 Kc1+ 67.Kd3 Jetzt ist der Vorteil weg. 67...Th2 68.Kc3 Th3+ 69.Kb4 a3 70.Tf1+ Weiß hat das Remis kurz vor dem Zeitfinale geschafft. ½–½

Ilmenau II - Med. Erfurt IV 5:1

Nachdem Ilmenau II die ersten drei Punktspiele der Saison verloren hatte und damit auf dem letzten Tabellenplatz stand, musste heute endlich ein Sieg her. Um uns zu unterstützen, verzichtete die 1. Mannschaft darauf, die bei ihr fehlenden Spieler durch Spieler der 2. Mannschaft zu ersetzen. Zusätzlich mit zwei starken Ersatzspielern versehen, konnten wir optimistisch in diesen Mannschaftskampf gehen.

Recht schnell einigten sich am 6. Brett Jörg Peukert und sein Gegner auf Remis. Mein Gegner hatte keinen guten Tag erwischt, nach 10 Zügen verlor er die erste Figur, nach 24 Zügen wäre eine zweite fällig gewesen, er zog es aber vor, sich Matt setzen zu lassen.

In diesem Stil ging es weiter. Es gewannen nach zum Teil recht interessanten Partien Torsten Michael und Jürgen Strauß. Die Partie von Stefan Schenk bot gutes Kino für die zu diesem Zeitpunkt schon recht zahlreichen Kiebitze, siehe den Schlussteil der Partie am Ende dieses Artikels. Am längsten spielte Albrecht Töpfer am 1. Brett. Er hatte frühzeitig einen Bauern gewonnen, diesen allerdings später wieder eingestellt. Im sich ergebenden Damenendspiel hatte er die leicht bessere Stellung, konnte aber am Schluss dem ewigen Schach nicht mehr entkommen. So ergab sich der auch in dieser Höhe verdiente erste Sieg für uns in dieser Saison.

Ralf Poschmann

stellung11Schenk - Willert

24.Se4! h5 Die schwarze Dame hat kein Feld, weil Dxg7# droht
25.Dxh5+ Dh6 26.Sxf7+ Der Computer hätte hier sogar Dxf7 gespielt
26...Txf7 27.Dxf7 Tc1 Schwarz droht Matt
28.Df3 Df4 Schwarz erneuert seine Mattdrohung, wird aber selbst Matt gesetzt
29.Dh5+ Sh6 30.De8+ Kh7 31.Sf6#
stellung2Alle Schach bietenden Figuren sind angegriffen, aber Matt durch Doppelschach.
Eine feine Leistung von Stefan Schenk.

Ergebnisse KEM U8-U18 vom 1.12.2007

Ergebnisse U8
Platz Mä. Wbl. Name Verein Punkte Buchholtz
1 1
Dreuth, Lukas Arnst.-Stadilm 4 6
2 2
Westfeld, Moritz Plaue 2,5 2,5
3
1 Kunz, Emilia Ilmenau 2 2
4 3
Späth, Michel Ilmenau 1,5 1
5
2 Demant, Antonia Ilmenau 0 0

Ergebnisse U10
Platz Mä. Wbl. Name Verein Punkte Buchholtz
1 1
Schwabe, Timo Arnst.-Stadilm 4,5 12,25
2 2
Zschau, Martin Ilmenau 4 10
3 3
Schwabe, Felix Arnst.-Stadilm 3 8
4 4
Pfeffer, Toni Ilmenau 3 5,5
5 5
Rettig, Stefan Plaue 2,5 4,75
6
1 Grunst, Lisa Plaue 2,5 2,75
7 6
Rose, Sebastian Ilmenau 2,5 2,75
8
2 Kletzin, Luca Ilmenau 1,5 0,75
9 7
Weinert, Niklas Ilmenau 1,5 0,75

Ergebnisse U12-U14
Platz U12 U14 Name Verein Punkte Buchholtz
1
1 Schwanbeck, Johannes Ilmenau 4 17
2
2 Jahn, Markus Ilmenau 4 11,5
3 1
Albrecht, Florian Plaue 4 10,5
4
3 Tietze, Pascal Arnst.-Stadilm 3,5 13,5
5 2
Drohmann, Paul Plaue 3 8,5
6 3
Lichtenheldt, Dominik Ilmenau 2,5 14,5
7 4
Zajan, Pascal Plaue 2 12,5
8 5
Orban, Marcus Plaue 1 14,5
9
4 Dreuth, Julian Arnst.-Stadilm 1 13
10 6
Weinert, Lukas Ilmenau 0 9,5

Ergebnisse U16-U18
Platz U16 U18 Name Verein Punkte Buchholtz
1 1
Widmann, Benjamin Arnst.-Stadilm 3,5 5,25
2
1 Hartung, Matthias Plaue 2,5 4,25
3 2
Sukaylo, Aleksej Ilmenau 2 2,75
4 3
Döring, Pit Ilmenau 1 2,25
5 4
Döring, Tim Ilmenau 1 1

Ilmenau I - Bad Salzungen 7:1

Seit langer Zeit spielten die Ilmenauer Schachspieler mal wieder gegen Bad Salzungen, den Aufsteiger in die Landesklasse West. Ilmenau trat in Stammaufstellung an. Die Bad Salzungen wurden durch Abgänge in ihrer Aufstellung stark gerupft. So war Ilmenau klarer Favorit. Erfreulich nach knapp zwei Stunden das Remis von Steffen Ortlepp gegen den starken Dr. Essegern, der an diesem Tag offensichtlich nicht in Kampfeslaune war.

Am ersten Brett spielte Uwe Mehlhorn eine starke Partie. Er wurde unlängst zum Internationalen Meister im Fernschach ernannt. Das hilft beim Nahschach, ist aber keine Erfolgsgarantie. Sein Gegner hatte aber an diesem Tag keine Chance. Dann willigte Prof. Dennler in ein ausgespieltes Remis ein. Damit ging Ilmenau 2 : 1 in Führung.

Was dann aber über die Salzunger hereinbrach, kann man nur mit Lemmingitis bezeichnen. Geradezu mit Todessehnsucht warfen sie eine Partie nach der anderen weg. Klaus Leuner hatte eine überlegene Stellung in der Eröffnung erreicht, nutzte das aber zu wenig. So war das Endspiel eigentlich Remis. Beide Gegner fanden aber eine Verlustfortsetzung für den Salzunger. Dann gewann auch Thomas Heerd mit starker Hilfe des Gegners. In ausgeglichener Stellung bekam dem Gegner ein Bauernraub nicht. Wie das Thomas ausnutzte, war allerdings sehenswert. –siehe Partie und Diagramm-

Dann konnte auch Thomas Münch verfehlte Aktivitäten des Gegners ausnutzen und gewinnen. Damit stand es schon 5 : 1 für die Ilmenauer. Es spielten nur noch die beiden letzten Bretter. Hier hatte Martin Vielitz bei gleicher Stellung Remis abgelehnt. Das Turmendspiel war eigentlich Remis. Der Gegner wusste aber anscheinend nicht, dass man gegen a- und c-Bauern remis halten kann. Er schloss sich der Verlustbewegung seiner Mannschaft an.

Längst war die erste Zeitkontrolle vorbei, da spielte nur noch Niels – Edvin Enkelmann. Die Stellung war nach Meinung aller Kiebitze, die schon ob der langen Abwesenheit von zu Hause grummelten, remis. Nils ließ sich aber nicht erweichen. Recht hatte er! Der Gegner wurde immer schwächer, seine Züge auch und so kam das Schlussergebnis von 7 : 1 zu Stande. Das ist natürlich zu hoch. Es war gewissermaßen Nötigung. Die Ilmenauer konnten das moralisch verkraften und stehen jetzt wieder gut in der Tabelle.

Heerd - Schulz

1.Sf3 Sf6 2.g3 g6 3.Lg2 Lg7 4.0–0 0–0 5.d3 c5 6.e4 d6 7.Sc3 Sc6 8.h3 h6 9.Le3 e5 10.Sh2 Sd4 11.Se2 Kh7 12.c3 Sxe2+ 13.Dxe2 Le6 14.f4 Sh5 15.Df3 exf4 16.gxf4 f5 17.Tf2 Tb8 18.Td1 Da5 19.a3 b5 20.exf5 Txf5 21.d4 Ld5 22.De2 Lc4 23.Dc2 Te8 Bisher ist nicht viel passiert. Schwarz steht sogar etwas aktiver. 24.Sg4 cxd4 25.Lxd4 Txf4? siehe Diagramm Das erweist sich als schwerer Fehler. Weiß muss jedoch sehr genau spielen. 26.Lxg7 nur so! 26...Txf2 27.Dxf2 Kxg7 Nun bricht die schwarze Stellung erstaunlich schnell zusammen. 28.Txd6 Dc7 29.Dd4+ Kf8 30.Se5 Weiß spielt jetzt sehr genau. 30...Dg7 31.Df2+ [31.Td8 Dxe5 32.Dxe5 war noch genauer] 31...Kg8 [31...Lf7 32.Sg4 verliert auch] 32.Txg6 1–0

Gotha - Ilmenau I 3:5

Harter Kampf wurde belohnt!

Viele alte Bekannte trafen sich zur zweiten Runde der Landesklasse West beim Spiel der Ilmenauer in Gotha. Geschenke hatte aber keiner mitgebracht, da jeder Punkt nach den Auftaktniederlagen dringend benötigt wurde. Ilmenau musste auf Martin Vielitz verzichten, der wohl künftig in Oxford studieren wird. Mir Stefan Schenk war aber gleichwertiger Ersatz vorhanden. Das zeigte sich aber erst nach über drei Stunden, als der etwas überforderte Gegner keine Sicherheitsideen mehr hatte. Überhaupt gab es kein schnelles Remis.

Zuerst gewann Steffen Ortlepp nach etwa drei Stunden gegen den Routine Fiensch. Der hatte die Eröffnung sehr scharf gespielt. Das hätte gleich in die Hose gehen können, wenn Ortlepp die stärkste Fortsetzung gewählt hätte(siehe unsere Partie). Die Stellung war aber schwer einzuschätzen. So glaubte Fiensch ein Remisangebot ablehnen zu müssen. Steffen spielte dann sehr gut, mit kleinen Haklern zwar, doch war seine Schlussattacke sehenswert. Prof. Günter Dennler spielte diesmal gegen einen Gleichaltrigen (75). Der half etwas mit und so glich sich das Malheur aus der letzten Runde wider aus. 2 : 0 für Ilmenau.

Etwas unglücklich agierte Thomas Münch. Er verlor durch eine Unachtsamkeit einen Bauern und hatte danach keine Chance mehr zum Ausgleich. Sehr erfreulich war die Partie von Thomas Heerd. Er spielte mit Schwarz eine aggressive Eröffnung und konnte in der Folge vor allem Raum gewinnen. Das erschwerte die Verteidigung des Gegner, die dann auch folgerichtig zusammenbrach. Mit dem Sieg von Schenk waren damit erst mal vier Punkte gesichert. Zu viel wollte Uwe Mehlhorn, indem er ein Remisangebot abgelehnt hatte. Er brachte einen Bauern im Mittelspiel bis auf die 7. Reihe, hatte sich aber davon zu viel versprochen. Geschickt nahm ihm der Gegner diesen Bauern ab und hatte dann die bessere Stellung, die er konsequent zum Sieg führte.

Jetzt musste aus den letzten beiden Partien noch mindestens ein halber Punkt her. Zuerst kam mal Klaus Leuner dafür in Frage. Er hatte einen Bauern mehr in allerdings schwieriger Stellung. Der Gegner lehnte natürlich ein Remis erst mal ab, geriet dann aber selbst etwas ins Schleudern. In unklarer Stellung bot er dann selbst Remis, das Leuner natürlich annahm, da damit der Gesamtsieg feststand. Jetzt spielte noch Nils Enkelmann. Nach sehr wechselhaftem Verlauf sahen ihn die Kiebitze zu Recht auf der Siegerstraße. Er verhaspelte sich aber und hätte fast noch verloren. Das Turmendspiel mit einem Bauern weniger war dann aber doch klar Remis.

Damit stand der 5 : 3 Sieg der Ilmenauer fest. Jetzt muss im nächsten Spiel gegen Bad Salzungen weiter gepunktet werden, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten.

St. Ortlepp - Fiensch

1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sc6 5.Le3 Sf6 6.Ld3 Dc7 7.0–0 d5 Eine sehr riskante Entscheidung, vor der Rochade im Zentrum aktiv zu werden. 8.Sc3 Gut so! Wei0 entwickelt sich ruhig weiter 8...Sxd4 9.Lxd4 e5 10.Sb5 [10.Lb5+ Ld7 (10...Ke7 11.Lxe5 Dxe5 12.f4 Dc7 13.e5 Dc5+ 14.Kh1 Sg4 15.Sxd5+ sieht auch ziemlich trostlos aus) 11.Lxd7+ Dxd7 12.Lxe5 dxe4 13.Lxf6 gxf6 war stärker] 10...Db8 11.Lxa7 Txa7 12.Sxa7 Dxa7 13.exd5 Ld6 14.Lb5+ Ke7 15.a3 Lg4 16.Dd2 Td8 17.c4 Lc5 18.h3 Lh5 [18...Se4 19.Dc2 Lf5 20.Tae1 bringt Weiß in Vorteil] 19.Tfe1 Ld4 20.g4 Lg6 21.Tad1 Se4 siehe Diagramm - Schwarz hatte darauf viele Hoffnungen gesetzt. Tatsächlich ist es aber ein Fehler, der am Brett aber erst mal nachgewiesen werden muss! Beide Gegner mussten weit rechnen. 22.Txe4 Lxe4 23.Dg5+ f6 24.Dxg7+ Kd6 25.Dxf6+ Kc7 26.d6+ Kc8 27.De7 Das war der Knackpunkt, der die Partie gewinnt 27...Dc5 [27...Lxf2+ 28.Kf1 Lb6 29.c5 Lc6 30.Lxc6 bxc6 31.cxb6 Dxe7 32.dxe7 Txd1+ 33.Ke2 verliert im Endspiel] 28.Txd4 exd4 29.d7+ 1–0

Klaus Leuner

Kreiseinzelmeisterschaft 2007

Auf der Homepage des Schachverein TSV Plaue findet man einen Bericht über die diesjährige Kreiseinzelmeisterschaft. Sieger wurde Uwe Mehlhorn vom Ilmenauer Schachverein. Zum Bericht

Ilmenau gewinnt des 16. Mannschafts-Schnellschach-Pokalturnier in Königsee

Wie jedes Jahr zum Tag der deutschen Einheit veranstaltete der SV Thuringia Königsee auch in diesem Jahr sein traditionelles Mannschafts-Schnellschach-Pokalturnier – nun schon zum 16. Mal. Ilmenau als Pokalverteidiger war in voller Besetzung zu diesem Einladungsturnier angereist, in der Mannschaftsaufstellung Uwe Mehlhorn, Thomas Münch, Martin Vielitz, Albrecht Töpfer, Stefan Schenk und Aleksey Sukaylo. Dementsprechend motiviert startete man auch gleich mit einem Sieg gegen die Mannschaft aus Pößneck in das Turnier.

In Runde 2 wartete mit der TSG Apolda ein schwerer Gegner auf das Ilmenauer Team. In der Zeitnotphase hatte Ilmenau das Quäntchen Glück und konnte somit einen knappen Sieg einfahren .
Die auf 4 Spieler dezimierte Mannschaft aus Stützerbach konnte keinen so rechten Widerstand gegen die Ilmenauer leisten, auch Runde 3 ging somit an uns.

Nach der Mittagspause ging es dann auf zur vorletzten Runde gegen Saalfeld. Hier ging so ziemlich alles schief, angefangen von Materialeinbußen durch grobe Schnitzer, die wie ein Virus gleich auf mehrere Ilmenauer Bretter übergriffen, bis hin zu verpatzten Endspielen. Trotz alledem reichte es noch zu einem Unentschieden. Dazu steuerte auch „Mannschaftsmaskottchen“ Aleksey mit seinem bis hier ersten aber wichtigen Punkt bei.

Vor der letzen Runde war somit wieder alles offen, Ilmenau führte jetzt nur noch mit einem Punkt vor Apolda. Durch einen relativ hohen Sieg in der letzten Runde gegen die Mannschaft vom SV Thuringia Königsee konnte Ilmenau jedoch erfolgreich den Pokal verteidigen. Weiterhin wurden Uwe Mehlhorn und Albrecht Töpfer als beste Einzelspieler an den Brettern 1 und 4, mit jeweils 4,5 Punkten aus 5 Partien, ausgezeichnet.

Wir danken dem SV Thuringia Königsee für die ausgezeichnete Organisation des Turniers sowie die angenehme Atmosphäre und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
Stefan Schenk


Endstand nach 5 Runden
PlatzMannschaftMannschaftspunkteBrettpunkte
1.Ilmenauer SV 9 : 120 : 10
2.TSG Apolda8 : 222 : 8
3.Fortuna Pößneck6 : 415,5 : 14,5
5.MTV 1876 Saalfeld3 : 713,5 : 16,5
6.SV Stützerbach3 : 711 : 19
7.Thuringia Königsee1 : 98 : 22